Ausgabe #33

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DAUEREINSATZ: „BETA X-TRAINER“ TEIL 2

Die Beta ist grundsätzlich als Einsteigerbike in den Endurosport klassiziert und genau diesen Aspekt haben wir in die Praxis umgesetzt.

Wie ich euch bereits beim letzten Mal erklärt habe, bin ich im Bereich Endurofahren absoluter Anfänger. Zuvor bin ich nur MX gefahren, auf der Strecke meines Vereins gab es jedoch schon immer einen kleinen Endurocrossbereich. Mein erster Versuch, dort mit meiner alten Suzuki RMZ 250 zu fahren, sollte damals auch gleich der letzte blei- ben. Ich war etwas schwerfällig, hatte Probleme beim Absetzen der Füße und habe mich einfach unwohl gefühlt. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf habe ich mit der Beta nun einen neuen Versuch gestartet. Mittlerweile wurde der Endurobereich zudem etwas weiter und sogar noch anspruchsvoller gebaut, so warteten einige Herausforderungen auf mich: Holzstapel, Steinfeld, Reifenstapel, Treckerreifen und einige Stämme wollten bezwungen werden. Meine ersten Versuche waren noch etwas zögerlich, aber je mehr ich mich getraut und dem Bike vertraut habe, desto einfa- cher wurde es. Fakt ist: Die Beta ist kompakter, leichter und etwas niedriger als mein altes Bike. Und genau diese Aspekte machen sie für mich auch zum perfekten Einsteigerbike, denn seien wir mal ehrlich: Grazil und elegant wie ein Graham Jarvis oder Jonny Walker sieht das bei mir noch lange nicht aus. Soll heißen, dass ich häufiger mal den Fuß absetze, ordentlich am Lenker ziehen muss und für das eine oder andere Hinderniss auch mal ein wenig länger bzw. mehr Versuche benötige. Das Ganze wird mit einem großen und schweren Bike ziemlich schnell ermüdend, jetzt halte ich also deutlich länger durch. Hinzu kommt die deutlich andere Motorcharakteristik. Die explosive Kraftentfaltung des 300-ccm-Zweitaktmotors vereinfacht es einem enorm, die Hindernisse zu bezwingen und ruckartig Power aus der Maschine zu holen. Beim letzten Mal habe ich noch erwähnt, dass ich zu Beginn Probleme damit hatte, die Kraft zu handeln, mittlerweile liebe ich diese Charakteristik und weiß gar nicht, wie ich vorher mit dem Viertakter zurechtgekommen bin. Dass die Xtrainer dabei nur rund um die 30 PS hat, hilft mir, denn die volle Leistung eines Wettkampfbikes wäre eindeutig zu viel für mich. Das Fahrwerk haben wir nach wie vor unverändert gelassen. Es ist relativ weich und spricht dadurch extrem gut an. Ich komme ursprünglich ja aus dem Mountainbike-Downhill-Bereich und auch dort mag ich es, wenn die Federung etwas weicher ist. Durchschläge und Wegsacken bei Hindernissen ist bei meinem Fahrstil nicht zu spüren. Auch so mancher Ausflug auf die MX-Strecke hat Spaß gemacht. Klar, das Fahrverhalten eines Crossers ist nicht vergleichbar, aber wenn man seine Fahrweise anpasst, kann man auch so verdammt viel Spaß haben. Wichtig ist eben nur, sich auf das Bike einzulassen und je nach Situation entsprechend zu handeln. Busty hat auch ein paar Runden um die MX-Strecke in Voßwinkel gedreht und ist mit meiner Beta in der ersten Runde gleich alles gesprungen, was er auch mit seinem eigenen Bike springt. Man kann es also auch ordentlich fliegen lassen, das Fahrwerk ist dafür natürlich eigentlich nicht ausgelegt.

Für mich steht nach mehreren Monaten mit der Beta Xtrainer eines fest: Die Entscheidung, vom MX-Bike zur Enduro zu wechseln, war goldrichtig. Ich bin vielseitiger unterwegs, kann überall Spaß haben und ein wichtiger Punkt für mich ist nach wie vor die StVZO-Zulassung. Neben normalen Enduro-Touren im Hinterland, ist so auch die Transferfahrt von zu Hause zu den zwei Strecken in Voßwinkel und Werl kein Problem – umziehen, aufs Bike setzen und Abfahrt!

Meine Herangehensweise ist sicherlich nicht jedermanns Sache und ich kann verstehen, wenn Fahrer sich Bikes für einen speziellen Einsatzzweck aufbauen. Wer aber genau wie ich hauptsächlich Spaß am Dirtbiken haben will – egal, auf welchem Untergrund – dem kann ich diesen Schritt nur raten. 

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