Ausgabe #33

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Ab 21. Dezember 2017 im Handel
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FAHREINDRUCK BETA ENDURO 2017

Im wunderbaren Viamaggio in Italien, unweit vom Beta-Werk, hat der italienische Hersteller seine 2017er Enduro-Modelle präsentiert. Nachdem im vergangenen Modelljahr einige stärke Neuerungen eingeführt wurden (siehe auch Veränderung Beta Enduro 2016), hat man sich eher auf Detailarbeit konzentriert anstatt zu versuchen das Rad neu zu erfinden. Ein um 5 mm verlängert Hub an den Sachs-Gabeln ist die größte Neuerung für 2017.

„Never change a winning team“, ist die Devise an den 2017er Betas. Denn die Änderungen vom Vorjahr wie die Synerject Einspritzung an allen Viertaktmodellen sowie die Öl-Einspritzung an den Zweitaktern, womit das Vormischen des Benzins mit Zwei-Takt-Öl entfällt, haben sich bestens bewährt. Um die Performance der Sachs-Gabel zu verbessern, wurde ihr Hub um 5 mm vergrößert - was mehr Komfort erzielen soll -, ihre Gesamtlänge stieg dabei nur um 2 mm an. Das Liqui Moly Gabelöl wurde ebenfalls überarbeitet, es soll jetzt weniger empfindlich auf unterschiedliche Temperaturen reagieren und eine bessere Durchflussfähigkeit aufweisen.
Eine überarbeitete Gabelbrücke soll ebenfalls zu einer bessern Funktion der Gabel beitragen, ausserdem verlor sie 134 Gramm Gewicht. Vor der Gabelbrücke sitzt der neue Tacho, der nun auch eine Anzeige zum Batterieladestand besitzt. Die silbernen Excel-Felgen mit schwarzen Speichen sind ein optischer Hingucker und gehen Hand in Hand mit der neuen Grafik. Neu ist auch der Tankdeckel mit eingebautem Ventil.
Der Lenkerschalter zur schnellen Auswahl der zwei Zündkurven (2T-Modelle) bzw. Mappings (4T-Modelle) ist nun auch an den Standard-Modellen der Beta Enduros zu finden, nicht mehr nur an den Factory Editions. Um die Euro4-Norm zu erfüllen, wurde am Abgassystem der Zweitakter und an der Geräuschentwicklung der Viertakter gearbeitet.
An den Motoren wurde dank der Erfahrungen, die man mit den Beta EnduroGP Werksfahrern Steve Holcombe, Johnny Aubert und Alex Salvini sammeln konnte, Detailanpassungen vorgenommen, um deren Performance zu verbessern. An allen Viertaktern wurden neue Nockenwellen und Ventilfedern verbaut, die eine verbesserte Fahrbarkeit bei Beibehaltung der Motorleistung liefern und die Motorbremse reduzieren sollen.
Etwas, was sich nicht geändert hat sind die Preise für die neuen  Motorräder, eine sehr erfreuliche Nachricht für alle Beta-Interessierten!

In der Praxis

Auch 2017 entpuppen sich die Beta Enduros als wunderschön im Gelände zu fahrende Motorräder. Ein weiches Ansprechen der Motoren begeistert, das Handling ist sehr gut und mit den roten Rennern aus Italien findet man überall gut Traktion. Bei der Präsentation arbeiteten die Fahrwerke gut, auch wenn die Abstimmung für schnelle Passagen etwas auf der weichen Seite lag. Doch das ist nichts, was man mit ein paar Klicks und kleinen Abstimmungsarbeiten nicht ändern könnte. Mit den feinen Hubraumabstufungen sollte für jeden Fahrer und jede Fahrart etwas zu finden sein, solange man auf Hubräume ab 250 ccm Zweitakt und 350 ccm Viertakt steht. Für die Zukunft sind zwar bereits lockere Projekte mit kleineren Motorvarianten in Arbeit, doch da ist bisher nichts spruchreif und es wäre viel zu früh, um darüber ausführlicher zu berichten.
Mit der 350, 390, 430 und 480 RR bietet Beta eine große Viertakt-Modellpalette mit feinen Hubraumabstufungen an. Dabei sind die RR 350 und RR 390 die handlichen, drehzahlfreudigen Maschinen und die RR 430 sowie RR 480 der laufruhigen und etwas spurstabileren Gattung zuzuordnen sind. Besonders eindrucksvoll ist bei den großen Motoren, wie sanft sie mit ihrer Leistung einsetzen, sie sind keinesfalls brachiale Monster. Die RR 430 ist die angenehmere Variante zu 450 ccm Viertaktern, die RR 480 fühlt sich auf schnellen, weiten Strecken am wohlsten. Beide Varianten lassen sich untertourig und „schaltfaul“ fahren und bringen eine hohe Laufruhe mit sich.
Die RR 350 und RR 390 sind die agileren Viertakter, die spritziger und drehfreudiger von der Motorcharakteristik sind und auch im Fahrverhalten ein gutes Stück handlicher. Wem die quirlige 350er etwas zu stressig zu fahren ist, der könnte sich auf der 390er sehr wohl fühlen. Diese ist fast so handlich wie die 350er, besitzt aber noch etwas mehr Drehmoment, wodurch man zum Teil in Kurven schon einen Gang höher fahren kann und sich ein Hochschalten auf der folgenden Geraden sparen kann.

Beta Enduro 2-Takter

Nur halb so viele Modelle wie die Vier-Takter bietet die Zwei-Takt-RR-Palette mit der 250 RR und 300 RR. Dazu gesellt sich noch das etwas kompaktere und leistungsreduzierte Fun-Bike, die Xtrainer, die ebenfalls mit einem 300 cmm Zwei-Takt-Triebwerk ausgestattet ist.
In der Praxis konnten beide RR-Modelle mit gutem Durchzug der Triebwerke überzeugen, die 300er kommt dabei mit etwas mehr Drehmoment, die 250er dagegen drehte etwas höher aus. Beide Maschinen lassen sich unheimlich leicht um die Kurven treiben, über Hindernisse bewegen und laden einfach zum „Spielen“ ein… oder zum Fahren im technischen Gelände. Auch auf schnellen Streckenabschnitten fühlen sie sich wohl. Die 300er lässt sich aufgrund des größeren Drehmoments im unteren Drehzahlen und der Mitte einen Hauch ruhiger fahren, doch die 250er lag kaum von ihr entfernt.

Preise Modelljahr 2017 (jeweils + 159€ Nebenkosten)

Xtrainer: 6.690€
RR 350 4T: 8.990€
RR 390 4T: 8.990€
RR 430 4T: 8.990 €
RR 480 4T: 9.190 €
RR 250 2T: 7.990 €
RR 300 2T: 8.190 €

 

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