Ausgabe #56

Ausgabe #56

Dirtbiker Magazine #55
Ab 21. November 2019 im Handel
Hallo liebe Freunde des Dirtbiker Magazine!
ab Donnerstag, dem 21. November 2019 im Handel, steht unsere Dirtbiker Magazine Ausgabe #56(12/2019) im Handel, in der wir euch wieder mit einer vielseitigen Mischung feinster Dirtbike-Themen versorgen.

News

BERT POENSGEN GEDÄCHTNISPOKAL

In der Nacht auf den 27. Mai 2017 verstarb Bert Poensgen mit 69 Jahren plötzlich und völlig unerwartet in Immenstadt an der Folge eines schweren Herzinfarktes. Die gesamte Familie war geschockt, gelähmt und konnte es nicht fassen. Nicht nur für seine Kinder, auch für seine Geschwister, Nichten und Neffen hat er immer eine zentrale Rolle gespielt – als jemand auf den man sich verlassen konnte, der für einen da war und half, ohne nach dem Grund zu fragen.
Doch Bert Poensgen hatte einen größeren Familienbegriff – denn auch der Motorradsport war für ihn eine Art Familie und wenn er konnte, hat er Gleichgesinnte unterstützt und ihnen wenn nötig unter die Arme gegriffen. Wir wussten das, hatten das miterlebt, aber waren dennoch überwältigt von der großen Anteilnahme aus der gesamten Motorsportgemeinschaft. Im Namen der gesamten Familie Poensgen und aller Angehörigen möchten wir uns herzlich für die vielen Emails, Kondolenzkarten, Anrufe, persönlichen Gespräche und emotionalen Berichte in der Fachpresse bedanken! Es war uns ein großer Trost zu spüren, dass sein jahrelanges Engagement nicht vergessen wurde und es zeigte unverstellt, welch wichtige Rolle er für so Viele und insbesondere in der deutschen Motorradszene gespielt hat.

Motorradrennsport als Leidenschaft

Seine Passion waren Motorräder und Motorradrennsport - als leidenschaftlicher Enduro-Fahrer in seiner Jugend, in seinen 30 Jahren als zuletzt Direktor Marketing & Sales der Suzuki Deutschland GmbH, als Präsident des Industrieverbandes der Deutschen Motorradhersteller IVM e.V., als Förderer und Manager damals junger deutscher Rennfahrer-Talente wie Max Neukirchner und Ken Roczen, als Geschäftsführer des Lausitzrings und schließlich als einer der drei Enthusiasten, welche die Deutsche Straßenmotorradmeisterschaft mit persönlichem Engagement und eigenen finanziellen Mitteln in eine gesicherte Zukunft führen wollten.
Schon früh war er besonders mit dem deutschen Superbike Motorradsport verbunden – als Teamchef und Vertreter eines Importeurs bei der Deutschen Meisterschaft der Superbikes ab Mitte der 80er Jahre mit Ernst Gschwender, über die Pro Superbike Serie in den 90ern mit Andy Meklau und dem unvergessenen Sven Seidel, bis hin zur internationalen Deutschen Straßenmotorradmeisterschaft IDM ab 2000. Zuletzt hatte er dann zusammen mit Josef Meier und Josef Hofmann selbst die Geschicke der deutschen Straßenmotorradmeisterschaft als Serienbetreiber der SUPERBIKE*IDM von 2013 bis 2016 gelenkt. Er war manchmal streitbar, aber genau das zeichnete ihn aus – er brannte für den Sport und stand unerschütterlich für seine Meinung ein.


Die Idee

Im gemeinsamen Gespräch mit seinem Bruder Hatto auf der Terrasse seines Alphotels Bodenseehütte kamen wir sehr bald auf die Idee, für ihn etwas Besonderes, etwas Motorsportliches zu machen - ein eigenes Rennen sollte es sein und Bert auch in Zukunft nicht vergessen werden.Gesagt, getan: zu seinen Ehren stiftet die Familie Poensgen nun einen Wanderpokal, der zukünftig jährlich ausgefahren werden soll - den BERT POENSGEN MEMORIAL CUP. Der Name des Gewinners im Finale der Superbikes wird als Erster Sieger den Sockel des Wanderpokals zieren und bekommt den ersten Siegerring überreicht – und natürlich nie endenden Ruhm und Ehre! Für die erstmalige Verleihung wird in Privatinitiative eigens eine Renn-Veranstaltung am Ende des Jahres auf die Beine gestellt, als Abschluss der Saison 2017 - die SUPERBIKE FINALS. Erstmals ausgefahren am 07. Oktober 2017 auf der brandenburgischen Rennstrecke Lausitzring

Ungewöhnliches Format

Nach aktuellem Stand der Planung wird die Veranstaltung für die traditionellen Straßenmotorradsportklassen der Sidecars, der 600ccm Supersport und der Superbikes mit 1000ccm Hubraum ausgeschrieben. Auch die Historie soll mit einem eigenem Zeitfenster für die Superbike Classics einen Platz im Programm erhalten. Getreu dem Familienvirus musste aber auch etwas im Straßenmotorradsport Neues dabei sein. Während die Sidecars und Superbike Classics nach einem gezeiteten Freien Training 2 Rennen in unterschiedlicher Länge bestreiten, wird das Konzept der FINALS für die Klassen Supersport und Superbike eine Premiere.

Ausschreibung und weitere Informationen auf www.sbkfinals.de.