Dirtbiker Magazine #55

Dirtbiker Magazine #55

Dirtbiker Magazine #55
Ab 24. Oktober 2019 im Handel
Hallo liebe Freunde des Dirtbiker Magazine!
ab Freitag, dem 24. Oktober 2019 im Handel, steht unsere Dirtbiker Magazine Ausgabe #55(11/2019) im Handel, in der wir euch wieder mit einer vielseitigen Mischung feinster Dirtbike-Themen versorgen.

News

CATCH UP JEREMY SEEWER

Der aktuell zweitplatzierte in der MX2 Weltmeisterschaft, Jeremy Seewer, konnte im August den ersten Heim-Grand Prix seiner Karriere bestreiten. Denn der MXGP in Frauenfeld war der erste Schweiz-GP seit fünfzehn Jahren. Wie es für den sympathischen Suzuki-Werksfahrer lief und was er sich ausgedacht hat, erzählte er uns exklusiv in diesem Catch-Up Interview.

Hallo Jeremy, kannst du dich eigentlich an den letzten Schweiz-Grand Prix erinnern?

Nein, da kann ich mich nicht erinnern, da war ich noch gar nicht auf der Welt oder so (lacht). Ich wusste gar nicht wie, wo, wann der letzte Schweiz-GP stattgefunden hat. Deshalb war das Rennen in Frauenfeld etwas richtig cooles!


Wie war das als du einen Schweiz-Grand Prix im 2016er Terminkalender gesehen hast?

Das war etwas Spezielles. Anfangs wollte das auch niemand glauben, dass die Frauenfelder einen GP mit Strecke und allem drumherum aufbauen. Ich hatte eine richtig Vorfreud drauf.

 

Du bist jetzt deinen ersten Heim-Grand Prix in deinem Leben gefahren. Was war anders und wie bist du damit umgegangen?

Das war auf jeden Fall etwas anderes. Seitdem sie das Rennen geplant haben, wusste ich, dass sehr, sehr viel Druck da sein wird. Jeder Schweizer Fan will natürlich den Schweizer Fahrer ganz vorne sehen. Ich selbst wollte den Fans natürlich auch was zeigen und eine gute Show bieten. Von dem her war der Druck schon viel größer. Aber ich bin gut damit umgegangen und konnte das Wochenende gut genießen. Ich habe die Fans als Pluspunkt für mich benutzt, um noch stärker zu sein.

 

Du hast dir ja besonders im zweiten lauf einen harten Kampf mit Max Anstie geliefert. Warst du zufrieden damit oder ärgerst du dich, dass du nicht gewonnen hast?

Grundsätzlich war ich mit dem ganzen Wochenende richtig zufrieden. Es war cool, alles hat gepasst und die Stimmung war hammergeil. Natürlich ärgert es mich auch, dass es mit einem Sieg nicht geklappt hat. Etwas schöneres hätte nicht passieren können! Aber grundsätzlich hat alles Spaß gemacht und ich möchte mich jetzt auch nicht groß drüber aufregen, dass ich nicht gewonnen habe, denn es war auch so das schönste Wochenende meiner ganzen Karriere.

 

Du hast ja auch ein spezielles Bekleidungsdesign getragen. Wessen Idee war das?

Ich habe mit meinem Manager Dennis zusammen gesessen und wir haben uns überlegt, ob wir etwas spezielles machen wollen. Ich kann ja beim Schweizer GP nicht einfach mit normalen Klamotten fahren. Irgendwann kam jemand auf die Idee, die Bekleidung als Trachtenkleid, das „Sennechutteli“,  zu machen. Eigentlich war das nur ein Witz, aber ich habe das dann aufgefasst und ein Shirt dazu designt. Ich designe ja vieles selbst. Jeder, der den Entwurf gesehen hat, hat das sofort gut gefunden. Dann kam iXS auf die Idee, davon 91 Stück an dem Wochenende zu verkaufen. Das ist auch richtig gut gelaufen, da es so eine Rarität ist. Das hat alles gut gepasst, die Fans sind da richtig drauf abgegangen.

 

Du hast ja sogar auf die Details geachtet, selbst dein Helm und Neckbrace waren in dem Design!

Das hat wirklich alles gut gepasst. Auf meinem Ortema Neckbrace übernehme ich eh immer das Muster vom Shirt, damit das Design besser zu sehen ist. Der Helm war auch richtig cool, mit viel Chrom drin und in der roten Grundfarbe hat er schön geglänzt. Das hat rundum gepasst.

 

Jetzt stehen noch drei GP an, Jeffrey Herlings war verletzt und du hast seinen Vorsprung bis auf 43 Punkte reduziert. Er möchte jedoch beim nächsten rennen in Assen wieder antreten. Wie gehst du mit der Situation um, der WM-Titel ist ja denkbar.

Ich konzentriere mich weiterhin auf mich. Den einzigen Einfluss, den ich auf Jeffrey nehmen kann ist durch meine Leistung. Ich ziehe mein Ding durch, versuche mein Bestes zu geben, egal welcher Gegner da ist, um möglichst weit vorne zu stehen. Wir werden dann am Ende der Saison sehen, wo es hing ging. Ich konzentriere mich da aber überhaupt nicht auf den Gegner.

 

Du kannst ja ohnehin schon sehr zufrieden mit dieser Saison sein.

Auf jeden Fall. Das Ziel war es in die ersten Drei zu kommen und ich bin im Moment ziemlich sicherer Zweiter. Wirklich etwas zu verlieren habe ich nicht, also kann ich entspannt an die Sache heran gehen.

 

In deiner Statistik fehlt nur noch ein Lauf- und ein GP-Sieg, oder?

So ist das, du sagst es! Das wäre auf jeden fall noch ein Ziel, aber das ist nicht einfach. Aber wir geben alles und werden Wochenende für Wochenende etwas besser, vom Motorrad und allem drumherum. Ich hoffe, dass ich das Puzzlestück finde, damit es auch zu einem Sieg reicht.

 

Dann wünschen wir dir viel Glück bei den nächsten Rennen und wer weiß, vielleicht geht es ja in der Tabelle noch einen Platz hoch

 

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