Ausgabe #54

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September 2019

News

DVZ-REPORT ENDURO EM

Für Enduro-Pilot Davide von Zitzewitz aus dem schleswig-holsteinischen Hoisdorf könnte es derzeit nicht besser laufen: Nach seinem Auftakt-Sieg bei der Internationalen Deutschen Enduro-Meisterschaft in Dahlen vor einer Woche überzeugte er am Osterwochenende nun auch bei der Enduro-Europameisterschaft in Frankreich. 

Wieder einmal hat Enduro-Pilot Davide von Zitzewitz (BvZ Racing Team) bewiesen, dass er das Rennfahrer-Gen seiner berühmten Motorsport-Familie mit in die Wiege gelegt bekommen hat. Beim zweiten Lauf der Enduro-Europameisterschaft im französischen Brioude überzeugte der Norddeutsche am Osterwochenende in beiden Wertungsläufen der Klasse E2 mit jeweils einem souveränen fünften Platz sowie als insgesamt zweitschnellster Deutscher. Damit sicherte sich der 23-Jährige in der Meisterschaftswertung Rang sieben und freute sich, dass er als Rookie in der EM so gut punkten konnte. „Ich fahre 2016 das erste Mal bei der Enduro-Europameisterschaft mit und bin sehr zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen. Schon nach zwei Events konnte ich den Abstand zur Tabellenspitze verringern und meinen Fahrstil deutlich verbessern“, erklärte der Hoisdorfer, der sich bereits beim ersten EM-Lauf am 12. und 13. März im italienischen Donoratico unter den Top Ten positioniert hatte. 

Bei dem EM-Event in Frankreich kämpfte sich Davide vor zahlreichen Zuschauern insgesamt dreimal über eine 70 Kilometer lange Enduro-Strecke, die es wahrlich in sich hatte. „Der Untergrund in Brioude war sehr steinig und wurzelig, zudem erschien er mir deutlich härter und schwieriger zu fahren als in Deutschland“, berichtete der Neffe des einstigen Rallye-Dakar-Gewinners Dirk von Zitzewitz. „Ich musste mich erst an die toughen Bedingungen gewöhnen, konnte mit der Zeit aber immer besser einschätzen, wann ich Gas geben kann und an welchen Stellen ich mich zurückhalten muss“, so der jüngste von Zitzewitz-Spross weiter. 

Beim zweiten von insgesamt vier EM-Läufen ging es unter anderem darum, einen Extrem-, einen Enduro- sowie einen Cross-Test zu bestehen. Der Extrem-Test führte die Enduro-Piloten auf einer steinigen Wiese an einem Hang entlang und schickte sie durch eine große Matschkuhle sowie durch einen Bach. Beim Enduro-Part ging es  vorrangig darum, möglichst schnell über eine anspruchsvolle Strecke um einen Berg herum zu fahren, die aufgrund ihrer tiefen Rillen und ihrer ausgespülten Wege für einige Fahrer zu einer unlösbaren Aufgabe wurde. Der Cross-Test beinhaltete zwei Schleifen durch ein schwer zu befahrenes Waldstück und eine Strecke über einen mit aufgeschobenen Sprüngen und Steilkurven versehenen Acker. 

Bis zum Ende der Saison folgen noch zwei weitere Läufe der Enduro-Europameisterschaft. Am 30. und 31. Juli geht es für Davide, der zusätzlich zu seiner sportlichen Laufbahn noch Wirtschaftsingenieurwesen an der FH in Lübeck studiert, nach Ogre in Lettland. Das Finale wird am 28. und 29. Oktober im niederländischen Harfsen ausgetragen. Beiden Events sieht der Schleswig-Holsteiner positiv entgegen: „Die Enduro-Strecke in Lettland und auch die in den Niederlanden sind vorrangig sandig, was mir als Sand-Spezialisten natürlich sehr entgegenkommt. Daher bin ich sehr zuversichtlich, dass ich es dort eventuell unter die ersten Drei schaffen könnte“, kommentierte Davide die bevorstehenden EM-Veranstaltungen. 

Ohnehin geht es für den Sportler, der ursprünglich aus Karlshof in Ostholstein stammt, karrieretechnisch derzeit steil bergauf. Nachdem er Ende vergangenen Jahres zum Deutschen Enduro-Meister gekürt wurde, erhöhte der Schleswig-Holsteiner damit nach Opa Volker, Vater Bert und Onkel Dirk den Familien-Medaillenspiegel in dritter Generation. Und auch die diesjährige Saison scheint vielversprechend zu werden. Am vergangenen Wochenende setzte der Enduro-Pilot alles auf Titelverteidigung und ließ sich bei der Auftaktveranstaltung der Internationalen Deutschen Enduro-Meisterschaft 2016 im sächsischen Dahlen als Sieger feiern. 

Da es in puncto Enduro im Rennkalender nun erst einmal eine Pause bis zum Sommer gibt, konzentriert sich der Fahrer des BvZ Racing Teams in nächster Zeit auf einige Motocross-Termine. Am 9. und 10. April will er beim Nordcup in Tensfeld nahe Plön von sich reden machen. 

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