Dirtbiker Magazine #53

Dirtbiker Magazine #53

Hallo liebe Freunde des Dirtbiker Magazine!
ab Freitag, dem 23. August 2019 im Handel, steht unsere Dirtbiker Magazine Ausgabe #53(9/2019) im Handel, in der wir euch wieder mit einer vielseitigen Mischung feinster Dirtbike-Themen versorgen.

News

KTM SX 2016 PRÄSENTATION

Mit dem 2016er SX-Modelljahrgang hatte KTM alle Hände voll zu tun, denn so gut wie alle Maschinen wurden von Grund auf neu konzipiert. Dabei verfolgten die KTM Ingenieure zwei grundsätzliche Ziele: Gewichtsreduktion und Massenzentralisierung.

Interessant ist, dass bei der Neukonstruktion mit der optimalen Platzierung der Kurbelwellen begonnen wurde, um möglichst wenig störende Einflüsse auf das Handling und Fahrverhalten zu erzielen. Als nächstes wurde die Fahrerposition neu definiert, um die optimale Balance zwischen Fahrerschwerpunkt und Motorradschwerpunkt zu erreichen, der Fahrer und die Maschine wurden also als eine Einheit betrachtet. Dieser Ansatz ist zwar nicht völlig neu, wurde aber bisher wohl von keinem Hersteller so konsequent durchgezogen. Die 125 und 150 SX erhielten ebenso wie die Viertakt-Familie aus 250, 350 und 450 SX-F einen komplett neuen Motor, Chassis und Fahrwerk. Selbst die Kleinsten, die 50, 65 und 85 SX erhielten das neue Bodywork. Lediglich die 250 SX blieb für diesen Modelljahrgang unangetastet.Das neue Bodywork ist aufgeräumt, effektiv und modern

Die Gewichtsreduktion an den verschiedenen Maschinen recht von 3% an der 125 SX bis zu 5% bei der 450 SX-F. Mit dem Ziel der Massenzentralisierung wurden die neuen Triebwerke alle deutlich kompakter, die Kurbelwelle ist höher und etwas weiter nach hinten gewandert und dadurch auch die Kupplung weiter nach oben gerutscht.
Die Rahmen wurden neu konstruiert, die Motorhalterungen haben einen völlig neuen Platz, der Lenkkopfwinkel wurde steiler, was durch die neue Fahrposition und zentrale Lage der Kurbelwelle möglich wurde ohne dabei Verluste bei der Fahrstabilität zu erhalten.

Ein Highlight und mit Spannung erwartet wurde die neue WP AER 48 Gabel, die die Vorteile von konventionalen Gabeln und Luftgabeln kombiniert indem sich im linken Holm die Luftfederung befindet, wobei eine dritte Luftkammer gegen ein völliges Zusammenfallen der Gabel im Notfall sorgt, und im rechten Holm die Dämpfungseinheiten für Druck- und Zugstufe. „Unser Ziel war es, eine simple und einfach zu bedienende Luftgabel zu entwickeln“, sagte Joachim Sauer, Produktmanager bei KTM. Mit dem neuen Chassis wurde auch eine neue Umlenkung entwickelt, die eine völlig andere Progression als bisher bekannt, entwickelt. Dazu gab es passend einen neuen WP Stoßdämpfer, bei dem das Topteil kompakter geworden, der Rest des Dämpfers jedoch größer geworden ist, um mehr Volumen für das Gas zu bieten, wodurch es im Betrieb kühler bleibt.

In der WP AER 48 Gabel steckt links die Luftfederung, recht die Dämpfungseinheiten

Auffällig ist auch das neue Bodywork, das die komplette Modelpalette durchzieht, abgesehen von der SX 250. Eine neue Sitzbanklinie, die mit einer am Heck flacheren Sitzbank und Rahmenheck von den Werksfahrern übernommen wurde, bildete die Ausgangslage des Designs, dazu kam der Wunsch nach optimierten Kontaktflächen. Der hintere Kotflügel erhielt in diesem Zuge das vom vorderen Schmutzfänger bekannte „i-beam“ Design, für mehr Steifigkeit bei geringem Gewicht. Der neue Luftfilterkäfig kann dank seines Designs gar nicht mehr falsch sitzen und kann mit nur einer Hand getauscht werden. Und auch sonst sorgen pfiffige Features an den neuen KTMs für Begeisterung: odi Lock-On Griffe, sorgen für einen schnellen Griffwechsel und der linke Griff kann selbst bei einem Lenkerwechsel weiter verwendet werden. Der Gasgriff bietet zwei verschiedene Rollen für unterschiedliches Gasannahmeverhalten. Serienmäßig ist jetzt auch der Mapping-Schalter neben dem Gasgriff verbaut, der auch eine Launch Control Funktion für optimale Starts enthält. Auf Wunsch von Roger DeCoster wurden „No Dirt“ Fußrasten sowie der Schalthebel entwickelt, bei denen kein Dreck mehr in tiefen Spurrillen oder nach einem Sturz in den Gelenken stecken bleiben soll.

Im Vergleich zum alten sieht man das deutlich kompaktere Motorgehäuse der neuen 250 SX-F

Nach dem ersten Fahreindruck auf der abwechslungsreichen und anspruchsvollen MXGP Strecke in Maggiora war hervorragend. Durch die Bank weg verhielten sich die Motorräder auf die positivste Weise neutral. Das klingt jetzt zwar nicht sexy, ist aber tatsächlich verdammt gut, da die Bikes einfach ruhig liegen und genau das machen, was man ihnen vorgibt. Sie kommen einem wie ein verlängertes Körperteil vor, egal, ob man in enge Ecken zirkeln möchte, mit Vollgas über eine Gerade brennt oder sich in der Luft befindet, die Maschinen machen keine Überraschungen und man muss sich nicht auf spezielle Eigenheiten einstellen. Die neue Fahrposition erfordert ebenfalls keine Gewöhnungszeit und fällt einem gar nicht auf… bis man sich auf die 250 SX mit dem alten Chassis setzt. Dann merkt man plötzlich, was die neuen Modelle für einen großen Schritt nach vorne gemacht haben und die 2015er SX 250 ist ja nicht einmal ein veraltetes oder schlecht funktionierendes Bike! In Mattighofen wurden fleissig die Arme hochgekrempelt und der Erfolg gibt KTM für die eingeschlagene Richtung Recht. Nicht umsonst hat Ryan Dungey auf der Basis der Serienmodelle die aktuelle US SX Meisterschaft gewonnen.

Den vollen Testbericht könnt ihr in der Dirtbiker Magazien Ausgabe #6 (04/2016) nachlesen, die ab dem 25.06.2015 im Handel steht.

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