Ausgabe #54

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September 2019

News

MAXXIS CROSS COUNTRY MEISTERSCHAFT IN SCHEFFLANZ

Nach tagelangem Regen schien der German Cross Country-Lauf im badischen Schefflenz schon fast ins Wasser zu fallen, am Ende lief aber doch alles glatt und Kornel Nemeth übernahm die Führung bei den Profis.

Die Strecke war am Samstag noch weitgehend landunter unter hatte sich erst im Laufe des Tages zu einer äußerst griffigen Angelegenheit entwickelt. Da es zum Glück an beiden Tagen trocken blieb und sich am Sonntagnachmittag noch dazu ein strahlend blauer Himmel über dem badischen Motorsportstädchen auftat, stand einem spannenden Rennen vom Anfang bis zum Ende nichts mehr entgegen. Da in der Pro-Klasse nicht mehr allzu viele Piloten die Meisterschaft beeinflussen konnten, andere wiederum verletzungsbedingt nicht am Start standen, war die erste Reihe in der Pro-Klasse allerdings mehr als nur übersichtlich geblieben. In den Klassen Expert und Advanced war dagegen mehr oder weniger volles Haus angesagt. Schon beim Start hatte Jens Pester erst einmal den Rest des Pro-Feldes nach Strich und Faden deklassiert. Mit einigen Metern Vorsprung rauschte er vor Kornel Nemeth und dem aus Belgien stammenden Gaststarter Dieter Vromans den ersten Anstieg, gleich nach dem Start hinauf. Christian Weiß kam dagegen überhaupt nicht in die Gänge und musste sein Motorrad sogar erst einmal zur Seite schieben, um die dahinter stehenden Piloten der Expert-Klasse bei ihrem unmittelbar bevorstehenden Start nicht zu behindern. Später gab Christian zu Protokoll, dass das Motorrad einfach nicht angesprungen war, da es weder richtig kalt noch richtig warm war und deshalb einfach alles falsch war, was immer er auch gerade versucht hatte. Mit einiger Verzögerung zeigte sich Christian´s Arbeitsgerät dann doch noch einsichtig und es konnte die entsprechende Aufholjagd ihren Anfang nehmen.

Binnen einer Runde hatte Christian Weiß (Bild oben) das komplette Expert-Feld von hinten aufgerollt und sich somit schon wieder am Ende des Pro-Feldes einsortiert, während Kornel Nemeth (Bild unten) vorne die Führung übernommen hatte. Wie das berühmte Schweizer Uhrwerk spulte Nemeth Runde für Runde auf der zwischenzeitlich bestens beschaffenen Strecke ab.

Kurze Zeit später ließ Christian Weiß, seine unmittelbaren Gegner Jens Pester und Daniel Köder hinter sich und machte sich auf die Jagd nach dem Zweiten, dem Belgier Dieter Vromans auf. Dieser war allerdings alles andere, als eine leichte Beute für den erfahrenen GCCler Weiß und so gingen etwas mehr als zehn Runden ins Land, bis er auf den zweiten Platz nach vorne stoßen konnte. Daniel Köder hatte zur selben Zeit ein technisches Problem und musste in die Box, konnte dann aber mit etwas Verspätung das Rennen wieder aufnehmen. An seinen Vordermann Jens Pester kam er allerdings dann nicht mehr wirklich heran. Kornel Nemeth baute seine Führung an der Front dagegen pro Runde um ca. drei bis sechs Sekunden aus, so dass er am Ende mit mehr als zwei Minuten vor Christian Weiß das letzte Mal die Ziellinie überquerte. Danach wollte Kornel Nemeth allerdings nur noch eins…. schlafen. Denn immerhin hatte er tags zuvor noch bis spät in der Nacht beim Endurocross in Vellahn verweilt, war danach die siebenhundert Kilometer bis nach Schefflenz gedüst und hatte nach einem kurzen Nickerchen kurzerhand den Track von Schefflenz gerockt!

In der Meisterschaftswertung brachten die dreißig weiteren Zähler von Nemeth wieder die Führung  (120 P.) vor Jens Pester (117 P.) und Michael Herrmann mit 111 Punkten ein. Für Jens Pester bedeutet dies nach aktuellem Stand aber noch den Verlust von ganzen 19 Punkten für das Streichergebnis und Michael Herrmann war in Schefflenz erst gar nicht erst angetreten, da auch er bis dato noch kein Streichergebnis vorzuweisen hatte. Christian Weiß hat genau wie Kornel Nemeth schon bei zwei Rennen keine Punkte eingefahren und damit momentan nicht mehr als 105 Punkte auf dem Konto. Kevin Zdon hätte mit 102 Punkten ebenfalls noch ein Wörtchen beim letzten Rennen in Bühlertann mit zu reden, sofern er bis dahin gesundheitlich wieder auf dem Damm sein sollte.

In der Expert-Klasse hatte der Führende der Meisterschaft Tim Apolle nach nicht ganz optimalem Beginn erst einmal einige Runden benötigt, um die Führung zu übernehmen. Als seine härtesten Widersacher entpuppten sich dabei zunächst Jan Schäfer und später Markus Röhrig. Kurz vor Halbzeit konnte Jan Schäfer sogar kurzzeitig die Führung von Tim Apolle (Bild unten) übernehmen, musste diese aber alsbald wieder an den nicht aufzuhaltenden Apolle abtreten.

Dahinter fanden sich immer wieder abwechselnd die Piloten Daniel Weiß, Manolito Welink und auch Jan Schäfer. Michael Röhrl schaffte es ebenfalls zeitweilig bis auf den dritten Platz vorzufahren, musste am Ende aber mit leicht lädiertem Motorrad und dem fünften Platz Vorlieb nehmen. Zweiter wurde am Ende Markus Röhrig vor Jan Schäfer und Manolito Welink.

n der Meisterschaft hat Tim Apolle mit 157 Punkten den Sack schon vorm letzten Rennen in Bühlertann zugemacht, da Markus Röhrig (118 P.) mit einem Sieg Tim Apolle nicht mehr gefährden kann. Selbst wenn man alle Eventualitäten mit ins Endergebnis einberechnet, fehlen Markus Röhrig letztendlich noch drei Punkte auf seinen Vordermann. Um den zweiten Platz ist dagegen noch längst nicht das letzte Wort gesprochen, da Manolito Welink ebenfalls 118 Punkte auf dem Konto hat, nach aktuellem Stand aber auch noch 14 Punkten adieu sagen muss. 

Bei den Advanced-Akteuren beendete Dominik Pleyer (Bild unten) den Lauf in Schefflenz mit einem glasklaren Start-Ziel-Sieg.

Auf dem zweiten Platz lag zunächst Philipp Dräger, der gegen Mitte des Rennens aber wieder um einige Plätze zurück fiel und sich danach Stück für Stück nach vorne kämpfte und schlussendlich auf eben diesem zweiten Platz den Lauf beendete. Dominik Röhrig arbeite sich vom Ende der TopTen-Plätze sukzessive Position um Position nach vorne, ehe er als Dritter die schwarz-weiß karierte Zielflagge zu Gesicht bekam. Auf den Plätzen vier und fünf beendeten unterdessen noch die Piloten Max Beste und Benedikt Müller den letzten Lauf des Tages. Jens Schreiber, der ebenfalls bis zur sechzehnten Runde unter den Top-Five mitgespielt hatte, musste dagegen vorzeitig und ungeplant das Rennen beenden.

Meisterschaftstechnisch hat in der Advanced-Klasse Christian Täufer mit 145 Punkten die besten Karten auf den Meistertitel. Da er zusätzlich noch den vorletzten Lauf als Streichergebnis eingesetzt hat, verliert er auch keine weiteren Punkte mehr. Alle anderen nachfolgenden Piloten haben dagegen noch kein Ergebnis in der Tabelle, das weiteren Punktverlust verhindern würde. Demzufolge ist zwischen Dominik Pleyer (135 P.), Lutz Beste (122 P.) und Philipp Dräger mit 119 Punkten sicher noch nicht das letzte Wörtchen gesprochen. Jens Schreiber auf dem fünften Platz dürfte es allerdings mit nur 96 Punkten auf dem Konto nicht mehr  vergönnt sein, im Reigen der besten Drei noch mitzuspielen. 

Alle Ergebnisse im Detail wie immer unter http://www.xcc-racing.com/htdocs/de/ergebnisse

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