Dirtbiker Magazine #53

Dirtbiker Magazine #53

Hallo liebe Freunde des Dirtbiker Magazine!
ab Freitag, dem 23. August 2019 im Handel, steht unsere Dirtbiker Magazine Ausgabe #53(9/2019) im Handel, in der wir euch wieder mit einer vielseitigen Mischung feinster Dirtbike-Themen versorgen.

News

„SAFETY FIRST“ BEIM DIESJÄHRIGEN SUPERCROSS IN CHEMNITZ

Auf Grund der hügeligen Topographie von Motocross- und Supercross-Strecken ist die beschränkte Sicht auf eventuelle Gefahrenstellen seit jeher ein Problem, welches man mit Streckenposten löst. Allerdings stehen diese meist im unmittelbaren Gefahrenbereich, um das Geschehen hinter Sprunghügeln im Auge zu behalten und um nachfolgende Piloten per Flaggenzeichen vor gestürzten Fahrern oder anderen Hindernissen zu warnen. Da die Blicke der Marshalls gen Gefahrenstelle gerichtet sind, können sie nicht gleichzeitig die heranrauschenden Fahrer beobachten, was in der Regel mit Doppelposten geregelt wird. Dennoch ist dies eine unbefriedigende und daher verbesserungswürdige Lösung. Beim Streben  nach  immer größerer  Sicherheit  für  Fahrer  und  Helfer  ist  nun  allerdings  ein regelrechter Quantensprung geschafft worden, denn bei der nun bevorstehenden deutschen Supercross-Saison kommen erstmals in größerem Umfang LED-Warnlampen zum Einsatz. Hierfür wurden für die neuralgischen Stellen zehn LED-Blinkleuchten angeschafft, die paarweise links und rechts am Streckenrand platziert werden und die wahlweise gelb, grün, blau oder rot blinken. Per Fernbedienung und/oder von Tablets aus werden diese im Ernstfall funkgesteuert vom Rennleiter, stellvertretenden Rennleiter, Schiedsrichter und/oder Streckenposten geschaltet, sind aber auch manuell bedienbar.


„Dadurch können wir  die Zahl an Streckenposten  im  Infield  der Strecken  reduzieren, haben also weniger Menschen im Gefahrenbereich“, erklärt Karsten Schneider, der als stellvertretender Rennleiter des Supercross Chemnitz fungiert und als regelmäßiger Motocross-Sportkommissar  sowie  Mitglied  der  Arbeitsgruppe  Motocross  beim  DMSB neben dem permanenten Supercross Race Director Marcel Dornhöfer und Schiedsrichter Olaf  Noack  einer der Ideengeber  der  Neuerung  ist. Technisch umgesetzt  wurde  das Ganze von der Firma TKS Computersysteme in Schneeberg. Der Verletzungsgefahr, welche  nun  von den  LED-Blinkleuchten  ausgehen  könnte,  wurde  insofern entgegengewirkt, dass diese nicht fest im Boden verankert sind, sondern durch starke Magneten auf den bodenebenen Grundplatten fixiert werden und somit im Ernstfall einfach davonfliegen. „Flaggen haben wir aber weiterhin als sogenannte Backup-Variante“, so noch einmal Karsten Schneider.


Die Anregung hat man vom US-Motocross und Supercross, wo ein ähnliches System an Triple-Sprüngen installiert ist. Der Testlauf in Deutschland erfolgte beim Finale des letztjährigen ADAC SX Cups im Januar 2016 in Dortmund und da dieser erfolgreich verlief, sollen die LED-Warnleuchten in diesem Winter bei allen vier Events, also Stuttgart (11./12. November), München (18./19. November), Chemnitz (25./26. November) sowie Dortmund (13.–15. Januar 2017) zum Einsatz kommen und so für noch mehr Sicherheit sorgen. Wie Karsten Schneider weiterhin erklärt, wird über kurz oder lang Motocross als Einsatzgebiet folgen, und auch aus Bahnsportkreisen gibt es bereits Anfragen.

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