Ausgabe #49

Ausgabe #49

Ab 25. März 2019 im Handel
Hallo liebe Freunde des Dirtbiker Magazine!
ab Donnerstag, dem 25. März 2019 steht unsere Dirtbiker Magazine Ausgabe #49(5/2019) im Handel, in der wir euch wieder mit einer vielseitigen Mischung feinster Dirtbike-Themen versorgen.

News

TEST: HONDA CRF 2016

Die technischen Neuerungen der Honda CRF Modelle 2016 könnt ihr in der aktuellen Dirtbiker Ausgabe (Nr. 7) bereits lesen, nun servieren wir euch den ersten Fahreindruck der neuen roten Renner.

Nachdem die Honda CRF450 bereits im letzten Jahr stark überarbeitet wurde, haben sich die Ingenieure für 2016 lediglich auf eine Optimierung des Fahrwerks konzentriert. Die „kleine“ Honda CRF250 wurde dagegen gründlich überarbeitet und kann nun mit einem deutlich stärkeren Motor aufwarten.

Dank zahlreicher Veränderungen soll die CRF250 nun zwei PS mehr Spitzenleistung und etwas mehr Drehmoment dazu gewonnen haben ohne dabei in anderen Drehzahlbereichen verloren zu haben. Darüber hinaus soll das kleine Triebwerk sich noch höher ausdrehen lassen. Entwicklungsarbeit des HRC Werksteams flossen vor allem in den Zylinderkopf und den neuen, leichteren Kolben, was zu einer höheren Verdichtung führt. Dazu gesellt sich ein neues, leichteres Pleuel. Die Auspuffanlage besitzt nun eine zusätzliche Resonanzkammer zwischen Motor und Krümmer, welche den Drehmoment und somit die Fahrbarkeit der Maschine verbessern soll, da man nun verstärkt auch in höheren Gängen bei niedrigeren Drehzahlen fahren kann.

Im letzten Jahr feierte die Showa SFF-TAC Luftgabel an der kleinen Honda ihre Premiere und ihr Innenleben wurde für 2016 weiter entwickelt, um das Losbrechmoment bei kurzen Stößen zu minimieren und die Charakteristik speziell im mittleren Dämpfungsbereich zu optimieren. Die Gabelrohre sind nun 5 mm länger als im Vorjahr und der Einstellbereich der Druck- sowie Zugstufe hat sich von vier auf acht Klicks erhöht.

Die neue Showa SFF Air-Tac Gabel der CRF250 ist nun 5 mm länger, auch die KYB Luftgabel der CRF450 ist um das gleiche Maß gewachsen.

Neu ist auch für 2016, dass nun auch der Luftdruck der äußeren Kammer eingestellt werden kann. Die innere Luftkammer leistet das, was eine herkömmliche Feder bisher geleistet hat. Die Balance Kammer beeinflusst nur den ersten Teil des Federwegs und mit ihr kann zum Beispiel der Durchhang der Gabel eingestellt werden, was einen Einfluss auf die Balance der Maschine nimmt. Mehr Druck in der Kammer sorgt dabei für ein weicheres Ansprechverhalten. Die äußere Kammer sorgt für die Regelung des Durchschlagverhaltens. Der Luftdruck in der äußeren Kammer wird über ein zweites Ventil oben am Gabelholm eingestellt. Die neue, kostenlose Showa App für Smartphones kann euch übrigens nützliche Hilfen bei der richtigen Abstimmung eurer Luftgabel geben.

Da die CRF450 für den Modelljahrgang 2015 ein umfangreiches Update erhalten hatte, wurde der Motor unangetastet gelassen und man hat sich auf die Optimierung des Fahrwerks konzentriert. Die PSF2 Luftgabel von KYB ist nun ebenfalls 5 mm länger und erhielt einen um 0,5 mm größeren Durchmesser von 54 mm, wodurch das Außenrohr etwas stabiler wird. Gleichzeitig wurden für mehr Stabilität in Bremswellen und bei Landungen die Dämpfungsraten der Druck- und Zugstufe erhöht sowie der Einstellbereich ebenfalls von bisher vier auf nun acht Klicks erweitert.

Fahreindruck CRF250

Nun aber mal Butter bei die Fische: wie fahren sich die neuen Bikes? Die ehemalige WM-Strecke im italienischen Gallarate bot mit festem Boden, vielen Auf- und Abfahrten, Sprüngen aller Größen und allen möglichen Kurvenradien einen guten Testgrund.

Die Honda Ingenieure haben an der CRF250 ganze Arbeit geleistet und das neue Triebwerk hat tatsächlich spürbar an Leistung zugelegt. Schon im Standard Engine Modus spürt man einen gewohnt starken Durchzug im unteren und mittleren Drehzahlbereich, doch nun geht es auch in den höheren Drehzahlen weiter damit. Schaltet man dann auf den Modus Nummer 3, den aggressiven Modus, wird die kleine CRF spürbar drehfreudiger. Sie dreht dann spritziger und schneller hoch, spricht noch direkter an und legt bei hohen Drehzahlen nochmals etwas Leistung zu. Auch die Überdrehbarkeit ist nun gesteigert. Die Zeiten sind vorbei, in denen die Honda für ambitionierte Fahrer unterpowert ist, dennoch ist sie nach wie vor auch nicht der Klassenprimus. Als schneller Fahrer würde man sich den Modus 3 als Standard-Modus wünschen, um dann noch eine Schippe drauflegen zu können.

Die CRF250 konnte spürbar an Leistung dazugewinnen.

Das Handling der Honda kann gewohnt überzeugen und bereitet sehr viel Fahrspaß. Sehr leicht und mit viel Grip vor allem am Vorderrad kann man sie überall dorthin lenken, wo man möchte ohne dabei viel Kraft aufwenden zu müssen. Auch die Durchschlagreserven konnten sich bestens behaupten, ein metallisches Durchschlagen der Gabel war mir nicht gelungen… und glaubt mir, ich habe es drauf angelegt!

Handlingprobleme gibt es traditionell weder in der Luft noch am Boden, die CRF250 lässt sich spielerisch leicht dirigieren.

Das Getriebe lässt sich unheimlich leicht schalten, dank des neuen „Power Shift“ Systems kann man nun sogar unter Vollast ohne Kupplungsbetätigung hochschalten.

Fahreindruck CRF450

Die große Honda weist einen ziemlich ähnlichen Fahrcharakter wie die CRF250 auf und überzeugt ebenfalls mit viel Fahrspaß, gutem Handling und viel Traktion, besonders beim Einlenken. Für die meisten Fahrer erledigt der Standard Motor-Modus gut und mit gleichmässigem Durchzug seine Dienste, möchte man etwas mehr Aggressivität, Leistung und Drehfreudigkeit, erhält man diese im Modus Nummer 3. Die Honda ist dann zwar ebenfalls nicht das stärkste Bike in der Klasse, lässt sich aber immer noch sehr gut und einfach schnell fahren und mal ehrlich: welcher „normale“ Fahrer benötigt bei einer 450er noch mehr Leistung? Im sanfteren Modus 2 geht die CRF450 weich und sehr gut dosierbar ans Gas und ist die Wahl für rutschige Böden, egal ob nass oder staubig, rutschig. Lange Arme freuen sich ebenfalls über die sanftere Gangart…

Auch die "Große" lässt sich spaßig einfach whippen, scrubben und schnell in Kurven lenken.

Das Fahrwerk hat seine Dienste gut geleistet, die Gabel wirkte beim Anbremsen etwas weicher als die der 250er, mit etwas Feintuning sollte sich das bei mehr Zeit als heute zur Verfügung stand in den Griff bekommen lassen.

Auch die 450er lässt sich nun ohne das Ziehen der Kupplung auch unter voller Belastung einen Gang hoch schalten. Das kommt einem vor allem dann entgegen, wenn die Kupplungsfinger von der etwas schwergängigen Betätigung der Armatur, dank der starken Kupplungsfedern, müde geworden sind. Der Nachteil dieser Schalttechnik ist jedoch, dass die Drehzahl beim Hochschalten nicht kurz ansteigt und somit der Übergang in den nächsten Gang etwas Vortrieb vermissen lässt.

Kalauer-Bildunterschrift: so könnten die Gegner euch in Zukunft auf den neuen Hondas öfter sehen...

Preise:
CRF250: 8.265 Euro inkl. NK (ohne: 8.090 Euro)
CRF450: 8.715 Euro inkl. NK (ohne: 8540 Euro)

Einen dateilierten Bericht gibt es in Dirtbiker Magazine Ausgabe Nr. 8 zu lesen, ab 20. Oktober im Handel.

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