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DAS DEM-FINALE 2021

Hamish Macdonald verteidigt souverän seinen Titel des Internationalen Deutschen Enduro Meisters, Luca Fischeder gewinnt nach einem weiteren Tagessieg überlegen die E3-Meisterschaft und Edward Hübner macht mit dem Gesamtsieg in der E2 seinen fünften DEM-Titel perfekt.

Als die drei Fahrer am Morgen als erste von der Startrampe in Grünheide rollten und damit den 43. Novemberpokal eröffneten, lagen insgesamt drei Runden mit je drei verschiedenen Sonderprüfungen vor ihnen. Von Beginn an gab Hamish Macdonald den Ton an, holte in jedem einzelnen Test die Bestzeit und siegte folglich mit eineinhalb Minuten Vorsprung klar vor seinem Teamkollegen Luca Fischeder. „Es war ein rundum perfekter Tag. Ich habe mich sehr wohl auf dem Motorrad gefühlt. Die Bedingungen waren erstklassig“, umreißt der Neuseeländer knapp seinen Tag, kurz nachdem er im Ziel von seinem Sherco-Team mit ausgiebiger Sektdusche und großem Feuerwerk gefeiert wurde. „Das war ein riesiger Empfang! Ich freue mich, dass ich den Titel geholt habe. Für mich natürlich, aber ganz klar auch für mein Team, das mich immer super unterstützt hat. Es war ein großartiges Jahr!“

Teamkollege Luca Fischeder war bei dieser großen Begrüßung natürlich auch mittendrin. Der 22-Jährige hat sich in diesem Jahr zur klaren Nummer Zwei in der Int. Deutschen Enduro Meisterschaft entwickelt und unterstrich diesen Status auch beim Finale wieder sehr eindrucksvoll. Doch das geriet für ihn zunächst zur Nebensache, denn viel wichtiger war ihm der Deutsche Meistertitel in der Klasse E3. „Endlich, mein erster großer Titel. Ich bin unendlich glücklich, einfach nur mega, mega, mega“, sprudelt es aus dem frischgebackenen Meister heraus. Schlecht geschlafen hätte er, so aufgeregt war er. Und unheimlich nervös sei er vor dem Start gewesen, wovon in den Tests aber dann nicht viel zu spüren war. So gut war er unterwegs. „Ich habe einfach nur versucht, einen guten Fluss zu finden und nichts zu riskieren. Ich brauchte ja nur noch einen Punkt, von daher galt für mich nur, ja nicht ausfallen.“


Hinter dem Sherco-Duo landete Chris Gundermann auf Tagesrang drei. Diesmal ließ der KTM-Fahrer seinen großen Viertakter zu Hause und war stattdessen mit einer 300ccm-Zweitakt-Maschine am Start. „Nach dem Ausfall in Burg hatte ich eh nichts mehr zu verlieren und da habe ich gedacht, ich probiere einmal etwas Neues. Dass es auf Anhieb gleich so gut geklappt hat, freut mich natürlich“, strahlt der 28-Jährige, der in seinem vierten „Enduro-Jahr“ einen riesigen Schritt nach vorn gemacht hat.

Das erkannte auch Edward Hübner an, der am Ende Rang vier belegte. „Die beiden Jungs da vorn waren wieder stark unterwegs und auch Chris war richtig gut“, lobt der KTM-Fahrer seine Konkurrenten. Er selbst war mit seinem Einstieg in den Tag nicht ganz so zufrieden mit dem Ausgang dann umso mehr. „Ich bin im ersten Test gleich als Erster reingefahren, das war im Nachhinein vielleicht nicht so klug. Im zweiten habe ich mir den Fußbremshebel weggerissen, was auch wieder Zeit gekostet hat. Erst danach kam ich gut in Schwung und konnte mich weiter nach vorn arbeiten“, resümiert Eddi, der den Titel in der Klasse E2 holte und mit einem breiten Grinsen nur meint, „mein fünfter Titel! Ja, das fühlt sich gut an!“

Tagesfünfter wurde, der bereits seit Burg feststehende E1-Champion, Yanik Spachmüller. Der GasGas-Fahrer geriet zu Beginn auch ein wenig ins Hintertreffen, kämpfte sich aber über den Tag wieder gut zurück. Dahinter landete Lokalmatador Robert Riedel auf Rang sechs, Tagessiebenter wurde Benjamin Meusel, der sich zudem über den Vizetitel in der Klasse E2 freuen konnte.

Auch bei Maximilian Wills knallten die Sektkorken. Der Husqvarna-Fahrer holte nach seinem Triumph im B-Championat im vergangenen Jahr nun den Titel in der Junioren-Klasse und tritt damit in die Fußstapfen seines Teamkollegen Noah Wenz, dem zuvor das gleiche Kunststück gelang. Er war auch der erste Gratulant, der Maxi bei der Zielankunft mit einer ordentlichen Sektdusche empfing. „Ich bin total glücklich“, atmete Maxi tief durch, als sich die erste Aufregung etwas gelegt hatte. „Ich war viel nervöser als sonst. Mein Ziel war einfach nur durchfahren, mich in den Top Drei zu halten. Das es am Ende wieder der Tagessieg geworden ist, ist natürlich das Sahnehäubchen“, lacht der frischgebackene Junioren-Champion.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter www.enduro-dm.de

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