MINI ENDURO EUROPEAN CUP: GROßLÖBICHAU KÜRT EUROPAS JÜNGSTE ENDURO-MEISTER
Der Mini Enduro European Cup 2026 fand in Großlöbichau, Deutschland, seinen spannenden Abschluss. Dort trafen sich Europas vielversprechendste Nachwuchsfahrer im Endurosport zum entscheidenden Wettkampfwochenende. Die Meisterschaft, die der nächsten Generation wertvolle internationale Rennerfahrung ermöglichen soll, bestätigte einmal mehr ihre Bedeutung als einer der wichtigsten Entwicklungswege in Richtung Enduro-Spitzenklasse.
Nach dem Auftaktrennen in Auzole, Lettland und dem zweiten Lauf in Nagytarcsa, Ungarn, war der Titelkampf in mehreren Kategorien auch in Deutschland noch völlig offen. Die Fahrer erwartete ein anspruchsvolles Sprint-Enduro-Format mit technisch anspruchsvollen Sonderprüfungen, die Geschwindigkeit, Präzision und Konstanz belohnten. Jede Sekunde war entscheidend für die Rennsiege und die endgültige Meisterschaftswertung.
Der erste Renntag
Samstag, bot von Beginn der Wertungsprüfung an packende Rennen. Der Kampf um den Gesamtsieg konzentrierte sich erneut auf die hart umkämpfte 125-Mini-Klasse. Der Italiener Andrea Surini (Beta), Gewinner des Sonntagsrennens in Ungarn, setzte seine beeindruckende Form fort und fuhr die schnellste Tageszeit, um vor dem Spanier Eric Wic Huertas (Alfer) den Sieg zu erringen.
Der Schwede Douglas Sjöblom (TM) komplettierte nach einer exzellenten und konstanten Leistung das Gesamtpodium, während Viktor Kallur und Franciszek Harazin den ganzen Tag über dicht beieinander lagen.
Auch in der Juniorenkategorie lieferten sich die Titelanwärter ein enges Rennen. Alex Esteban Puig (Alfer) gewann vor Tim Raffard (Husqvarna) und Maximilian Dorfer (Husqvarna) und festigte damit seine Position für den entscheidenden Finaltag.
In der Mini-Junior-Klasse setzte sich Sebestyén Szép (KTM) nach einem packenden Duell über den ganzen Tag mit gut zwölf Sekunden Vorsprung gegen Nathan Jay Caputo (Yamaha) durch. Der Deutsche Emil Doras komplettierte das Podium.
In der Women 125 Mini-Kategorie lieferten sich Pauline Nicon (Husqvarna) und Adela Godino Gomez (Beta) erneut einen faszinierenden Kampf. Nachdem sie sich beim vorherigen Lauf in Ungarn die Siege abgewechselt hatten, behielt die Französin am Samstag die Oberhand. Godino wurde Zweite, Anika Dal Pezzo (KTM) komplettierte das Podium.
Natalie Sekotová (KTM) setzte ihre Siegesserie in der Women Junior-Klasse fort und fuhr vor Mia Abelein (Husqvarna) und Smilla Stahre Sturesson (Husqvarna) ins Ziel.
Norbert Vágó Jr. (Valenti Racing) blieb in der 50 Mini-Kategorie unangefochten und fügte seiner perfekten Saison einen weiteren Sieg hinzu.
Der zweite Renntag
Der Sonntag bot mit seinen entscheidenden Rennen ein weiteres spektakuläres Finale. In allen Meisterschaften war bis zur letzten Sonderprüfung höchste Konzentration gefragt.
Der Spanier Tomás Joan González (KTM) zeigte eine herausragende Leistung, sicherte sich die schnellste Gesamtzeit des Tages und den Sieg in der Juniorenklasse.
Alex Esteban Puig belegte den zweiten Platz und bestätigte damit sowohl einen weiteren Podiumsplatz als auch den Titel im Junioren-Europacup.
Der Deutsche Lou Wohlhaupt komplettierte das Podium.
Die Klasse der Frauen 125 Mini gehörte erneut Adela Godino Gomez, die nach ihrer Niederlage am Samstag mit einem Sieg vor Pauline Nicon revanchierte. Anika Dal Pezzo sicherte sich erneut den dritten Platz.
Auch in der Mini-Junior-Klasse lieferten sich die Fahrer ein enges Rennen. Sebestyén Szép krönte ein perfektes Wochenende mit einem zweiten Sieg in Folge vor Nathan Jay Caputo und Emil Doras.
Natalie Sekotová setzte ihre beeindruckende Siegesserie in der Frauen-Juniorenklasse fort und fuhr einen weiteren Sieg ein. Sie belegte den ersten Platz vor Mia Abelein und Isona Colomer.
Norbert Vágó Jr. rundete ein makelloses Wochenende mit einem zweiten Sieg in der 50 Mini-Klasse ab, während die Trade Team Trophy vom Mini Enduro Team Sweden vor Team España und Team Germany U17 gewonnen wurde.
Europas jüngste Champions gekürt
Im Finale wurden auch die Champions des Mini Enduro Europacups 2026 gekürt und damit eine weitere erfolgreiche Saison abgeschlossen.
In der Königsklasse 125 Mini sicherte sich Eric Wic Huertas (Spanien) den Europacup, nachdem er punktgleich mit Andrea Surini (Italien) ins Ziel kam. Huertas' stärkeres Ergebnis am letzten Renntag entschied den Titel für sich und unterstrich, wie eng die Meisterschaft bis zur letzten Wertungsprüfung umkämpft war. Viktor Kallur komplettierte das Podium. Die gleiche Platzierung entschied auch über die Gesamtwertung.
Nathan Jay Caputo holte sich den Mini-Junior-Titel vor Sebestyén Szép und Emil Doras, während Alex Esteban Puig zum Junior-Europameister gekürt wurde und Tim Raffard und Maximilian Dorfer hinter sich ließ.
Bei den Frauen sicherte sich Adela Godino Gomez nach einer weiteren herausragenden Saison den Titel in der 125 Mini-Klasse. Pauline Nicon und Carla Castellano Gálvez komplettierten das Podium.
Natalie Sekotová beendete das Jahr mit einer perfekten Saison und wurde Juniorinnen-Europameisterin vor Mia Abelein und Smilla Stahre Sturesson.
In der 50-Mini-Kategorie sicherte sich Norbert Vágó Jr. eine ungeschlagene Meisterschaft und damit den Europameistertitel. Das schwedische Mini-Enduro-Team gewann schließlich die Trade Team Trophy vor dem spanischen Team und dem deutschen U17-Team.
Die vollständigen Ergebmisse findet ihr HIER
Der Mini Enduro European Cup 2026 stellte einmal mehr das außergewöhnliche Niveau der jüngsten europäischen Offroad-Fahrer unter Beweis. In drei Runden in Lettland, Ungarn und Deutschland bot die Meisterschaft nicht nur spannende Wettkämpfe, sondern bestätigte auch ihre Bedeutung als eine der wichtigsten Karrierestufen für die Entwicklung zukünftiger europäischer und internationaler Enduro-Stars.
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