PEM ENERGY HESG TALENTPOOL: SAISONFINALE VOR REKORDKULISSE IN SCHWEPNITZ
Mit dem Isegrim Enduro in Schwepnitz stand für die Fahrer des PEM Energy HESG Talentpool der letzte Einsatz in der AUNER HardEnduroSeries Germany 2026 auf dem Programm. Bei bestem Herbstwetter, idealen Streckenbedingungen und vor einer Rekordkulisse wartete noch einmal ein anspruchsvoller Renntag auf die Nachwuchsfahrer.
Nach dem besonderen Rennformat zuletzt in Meltewitz kehrte die Serie beim Finale zum klassischen Ablauf mit ACE Bikes Prolog Award, zwei Gruppenrennen und dem abschließenden Finale zurück. Gleichzeitig präsentierte sich die Strecke deutlich länger als in den vergangenen Jahren. Erstmals seit 2019 gehörte wieder ein größerer Waldabschnitt zum Isegrim Enduro, während die bekannten Steinsektionen im Alten Tanklager weiterhin zu den entscheidenden Stellen zählten.
Nicht mit dabei war diesmal Max Eppelmann. Für ihn stand bereits das nächste große Abenteuer unmittelbar bevor: Am Wochenende beginnt in den USA seine neue Saison in der AMA EnduroCross Championship. Dort möchte der junge Deutsche seinen Titel verteidigen und seinen großen Traum auf internationaler Bühne weiterverfolgen.
Somit vertraten Emil Kessler, Karl Rink und Fynn Böhme den PEM Energy HESG Talentpool beim Saisonfinale in Schwepnitz. Alle drei schafften den Sprung in das große Finale und konnten sich dort zum Abschluss der HESG-Saison noch einmal mit den besten Fahrern des Tages messen.
Emil Kessler: Technische Probleme verhindern versöhnlichen Saisonabschluss
Für Emil Kessler verlief das Saisonfinale in Schwepnitz alles andere als nach Wunsch. Obwohl er am Ende erneut der bestplatzierte Fahrer aus dem PEM Energy HESG Talentpool war, hatte er während des gesamten Renntages mit technischen Problemen zu kämpfen.
Bereits im Prolog begann sein Motorrad immer wieder auszugehen. Trotz intensiver Fehlersuche bekam das Team das Problem nicht vollständig in den Griff und es zog sich durch den gesamten Renntag bis ins Finale. Dort wurde es für Kessler schließlich besonders schwierig, da der Motor ausgerechnet an den ungünstigsten Stellen immer wieder ausging. Hinzu kam, dass er sich körperlich nicht zu 100 Prozent fit fühlte.
Trotzdem kämpfte sich Kessler bis ins Finale und beendete dieses als 13. der Gesamtwertung und damit als bester Talentpool-Fahrer. Nach dem erfolgreichen Comeback in Meltewitz hatte er sich für Schwepnitz sicherlich einen anderen Saisonabschluss gewünscht. Nun heißt es für ihn, den schwierigen Finaltag abzuhaken und den Blick bereits auf die kommende Saison zu richten.
Emil Kessler: „Der letzte Lauf in Schwepnitz ist vorbei und war für mich persönlich eine komplette Katastrophe. Schon im Prolog ging mein Motorrad immer wieder aus. Wir haben alles versucht, aber das Problem zog sich leider bis ins Finale. Dort machte es für mich kaum noch Sinn, richtig zu pushen, weil das Motorrad ausgerechnet an den ungünstigsten Stellen ausging. Dazu war ich selbst nicht hundertprozentig fit. Jetzt heißt es abhaken und auf die nächste Saison vorbereiten.“
Karl Rink: Bestes Saisonresultat beim Finale
Auch Karl Rink gelang beim letzten Lauf in Schwepnitz sein bestes Saisonresultat. Der Grundstein dafür wurde bereits im Prolog gelegt. Mit nur zwei kleineren Fehlern erreichte er Platz 16 und erzielte damit sein persönlich bestes Prologergebnis der Saison. Gleichzeitig bedeutete dies für ihn eine Premiere: Im zweiten Gruppenrennen durfte Rink erstmals aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen.
Der Start verlief allerdings alles andere als optimal. Eine heftige Schlammdusche nahm ihm kurzzeitig die Sicht, sodass er zunächst anhalten musste. Den dadurch entstandenen Zeitverlust konnte Rink im weiteren Rennverlauf jedoch wieder aufholen. In einem stark besetzten Fahrerfeld erreichte er schließlich Platz neun und qualifizierte sich damit sicher für das Finale.
Nach einer kurzen Erholungsphase ging es dort auf die veränderte Finalstrecke. Rink fand einen guten Rhythmus, lediglich der Stau im Steinfeld kostete Zeit. Ab der zweiten Runde kam ein weiteres Problem hinzu: Die Hinterradbremse fiel aus, weshalb er die restliche Renndistanz entsprechend vorsichtiger absolvieren musste. Umso erfreulicher war am Ende Gesamtrang 14 – sein bestes Saisonergebnis.
In der Jahreswertung schloss Rink die Saison trotz seines Ausfalls in Reisersberg auf Platz 22 im Championat und Rang sieben bei den X-GRIP Junioren ab.
Karl Rink: „Mit meinem persönlich besten Prologergebnis ging es ins letzte Gruppenrennen der Saison. Mit nur zwei kleineren Fehlern konnte ich Platz 16 erreichen und damit zum ersten Mal aus der ersten Startreihe starten. Nach einer heftigen Schlammdusche beim Start musste ich zunächst anhalten, um wieder etwas sehen zu können. Den Zeitverlust konnte ich aber wieder gutmachen und war mit Platz neun in dem stark besetzten Feld sehr zufrieden.
Im Finale war die Strecke, abgesehen vom Stau im Steinfeld, recht flüssig. Leider verlor ich bereits in der zweiten Runde meine Hinterradbremse und musste entsprechend vorsichtig weiterfahren. Dass es trotzdem noch Platz 14 und damit mein bestes Saisonergebnis wurde, hat mich sehr gefreut.
Insgesamt habe ich trotz des Ausfalls in Reisersberg Platz 22 im Championat und Platz sieben bei den Junioren erreicht. Vielen Dank für den Support in dieser Saison an den PEM Energy HESG Talentpool, alle Sponsoren und meine Familie.“
Fynn Böhme: Bestes Saisonrennen zum Abschluss
Für Fynn Böhme endete die HESG-Saison mit seinem bislang besten Rennen des Jahres. Bereits am Morgen legte er mit einem starken Prolog den Grundstein für einen erfolgreichen Tag und sicherte sich einen Startplatz in der ersten Reihe seines Gruppenrennens.
Auch im Gruppenrennen kam Böhme auf der für ihn gut fahrbaren Strecke hervorragend zurecht. Mit einem konstanten Lauf erreichte er den neunten Platz und qualifizierte sich damit sicher für das Finale.
Dort konnte er den positiven Eindruck fortsetzen. Von Startplatz neun aus fand Böhme schnell einen guten Rhythmus und machte im Rennverlauf weitere Positionen gut. Erst in seiner vorletzten Runde wurde er etwas eingebremst, als er unglücklich Benzin ins Auge bekam und dadurch beim Weiterfahren beeinträchtigt wurde. Dennoch kämpfte er bis ins Ziel und beendete das Finale auf einem starken 15. Gesamtrang.
Fynn Böhme: „Das letzte Rennen war gleichzeitig mein bestes. Im Prolog lief es schon richtig gut und ich konnte mich für die erste Startreihe im Gruppenrennen qualifizieren. Dort kam ich mit der Strecke sehr gut zurecht und konnte den neunten Platz erreichen. Im Finale hatte ich einen richtig guten Flow und konnte einige Plätze gutmachen. In meiner vorletzten Runde bekam ich leider unglücklich Benzin ins Auge, was das Weiterfahren etwas erschwerte. Trotzdem bin ich mit Platz 15 sehr zufrieden und konnte die Saison mit einem guten Rennen abschließen.“
Blick bereits auf die Saison 2027
Damit endet auch für die Fahrer des PEM Energy HESG Talentpool die Saison 2026. Ein Jahr mit starken Ergebnissen, persönlichen Fortschritten, aber auch Rückschlägen und technischen Problemen liegt hinter den Nachwuchsfahrern. Gerade das Finale in Schwepnitz zeigte noch einmal, welches Potenzial im Talentpool steckt: Mit Emil Kessler, Karl Rink und Fynn Böhme erreichten alle drei gestarteten Fahrer das Finale, Rink und Böhme erzielten dabei sogar ihre jeweils besten Saisonresultate.
Lange Zeit zum Zurücklehnen bleibt allerdings nicht. Die Erfahrungen aus der Saison sollen nun genutzt werden, um den nächsten Schritt zu machen – denn die Ziele für 2027 sind bei den Talentpool-Fahrern bereits gesteckt.
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