PEM ENERGY HESG TALENTPOOL: STARKES COMEBACK UND WICHTIGE PUNKTE IN MELTEWITZ
Nach mehr als zwei Monaten Sommerpause meldete sich die AUNER HardEnduroSeries Germany beim MelzExdraehm in Meltewitz zurück. Der vorletzte Saisonlauf stellte die Fahrer dabei vor eine besondere Aufgabe: Nach dem ACE Bikes Prolog Award wartete diesmal kein klassischer HESG-Ablauf mit Gruppenrennen und Finale, sondern ein gemeinsames Hauptrennen über eine vorgegebene Rundenzahl, inklusive Checkpoint und einer maximalen Fahrzeit von drei Stunden.
Auch der Prolog präsentierte sich 2026 komplett neu. Die deutlich flüssigere und stärker an SuperEnduro angelehnte Strecke verlangte einen anderen Fahrstil als in den vergangenen Jahren. Die nächtlichen Regenfälle sorgten dabei für nahezu perfekte Endurobedingungen. Am Renntag selbst blieb es bei Temperaturen um 16 Grad trocken.
Für den PEM Energy HESG Talentpool stand in Meltewitz vor allem ein Name im Mittelpunkt: Emil Kessler. Nach rund drei Monaten Verletzungspause kehrte der Youngster erstmals wieder in die AUNER HardEnduroSeries Germany zurück. Kessler hatte einen starken Start in die Saison 2026 hingelegt und bereits zwei Läufe in der X-GRIP Juniorenklasse gewonnen, bevor ihn seine Verletzung zu einer längeren Pause zwang. Die Rennen in Kronach und das Doppelwochenende in Reisersberg musste er auslassen.
Umso gespannter durfte man sein, wie schnell Kessler nach der langen Pause wieder seinen Rhythmus finden würde. Die Antwort gab er in Meltewitz eindrucksvoll: Im Hauptrennen knüpfte er praktisch dort an, wo er vor seiner Verletzung aufgehört hatte, und feierte direkt bei seinem Comeback den nächsten Sieg bei den X-GRIP Junioren.
Doch auch die weiteren Fahrer des PEM Energy HESG Talentpool überzeugten beim besonderen Meltewitzer Rennformat und sammelten weitere Erfahrungen und wichtige Meisterschaftspunkte.
Emil Kessler – Erfolgreiches Comeback nach drei Monaten Pause
Nach rund drei Monaten Verletzungspause stand Emil Kessler in Meltewitz endlich wieder am Start. Der neu gestaltete Prolog stellte ihn bei seinem Comeback zunächst vor eine ungewohnte Aufgabe. Mit dem deutlich flüssigeren Charakter tat er sich noch etwas schwer und musste sich mit Platz 11 zufriedengeben.
Im langen Hauptrennen fand Kessler dagegen schnell wieder zu seiner gewohnten Stärke. Trotz der anspruchsvollen Distanz arbeitete er sich kontinuierlich nach vorn und konnte am Ende direkt bei seinem ersten Rennen nach der Verletzungspause den Sieg in der X-GRIP Juniorenklasse feiern.
Emil Kessler: „Nach drei Monaten Verletzungspause ging es in Meltewitz endlich wieder los. Der Prolog war mal etwas ganz anderes und fiel mir auch nicht ganz so leicht, sodass ich mich mit Platz 11 zufriedengeben musste. Das Hauptrennen war wie immer gut anstrengend, aber ich konnte mich ganz gut nach vorn arbeiten und am Ende Platz eins bei den Junioren holen. Mit diesem Comeback bin ich natürlich sehr zufrieden.“
Max Eppelmann – Starke Leistung trotz Krankheit und Verletzung
Auch Max Eppelmann freute sich nach der langen Sommerpause auf die Rückkehr zur HESG. Bereits im Prolog zeigte er, dass mit ihm in Meltewitz zu rechnen war. Mit einem starken siebten Gesamtrang sicherte er sich gleichzeitig Platz zwei in der Juniorenwertung.
Für das dreistündige Hauptrennen waren die Voraussetzungen allerdings alles andere als optimal. Nach zwei Wochen Krankheit fehlten noch einige körperliche Reserven. Trotzdem lieferte sich Eppelmann von Beginn an enge Duelle mit Luca Kropitsch und konnte sich bereits nach zwei Runden an die Spitze der Juniorenwertung setzen.
Im weiteren Rennverlauf kam es im dichten Überrundungsverkehr zu einer Kollision, bei der sich Eppelmann vermutlich Verletzungen beziehungsweise Brüche am Zeige- und kleinen Finger zuzog. An Aufgeben dachte er dennoch nicht. Zwischenzeitlich baute er seinen Vorsprung sogar auf mehr als drei Minuten aus. Starker Verkehr im eng abgesteckten Bereich des Steinfelds kostete ihn diesen Vorteil jedoch wieder. In der letzten Runde musste er schließlich die Juniorenführung abgeben.
Nach sieben anstrengenden Runden erreichte Eppelmann das Ziel dennoch auf einem starken zweiten Platz bei den X-GRIP Junioren – lediglich sechs Sekunden vor Luca Kropitsch auf Rang drei.
Max Eppelmann: „Nach der langen Pause ging es endlich wieder zur HESG. Mit Platz sieben im Prolog und P2 bei den Junioren bin ich gut in den Tag gestartet. Nach zwei Wochen Krankheit war das Hauptrennen körperlich alles andere als einfach, trotzdem konnte ich mich nach engen Battles mit Luca schon nach zwei Runden an die Spitze setzen. Leider kam es im starken Überrundungsverkehr zu einer Kollision, bei der ich mir vermutlich den Zeigefinger und den kleinen Finger gebrochen beziehungsweise verletzt habe. Aufgeben kam für mich trotzdem nicht infrage. Zwischenzeitlich hatte ich über drei Minuten Vorsprung, den ich durch den extremen Stau im Steinfeld leider wieder verloren habe. In der letzten Runde wurde ich noch von Platz eins verdrängt. Am Ende wurde es P2 nach sieben anstrengenden Runden und nur sechs Sekunden vor Luca. Die Battles haben unglaublich viel Spaß gemacht. Danke an alle, die mich unterstützt haben!“
Karl Rink – Wichtige Punkte mit Platz fünf bei den Junioren
Auch für Karl Rink war Meltewitz mit der komplett neuen Prologstrecke und dem besonderen Rennformat eines der Highlights der bisherigen Saison. Im Prolog setzte er zunächst auf eine sichere und fehlerfreie Fahrt. Diese Strategie brachte ihn auf Gesamtrang 22, womit er eine gute Ausgangsposition für das Hauptrennen hatte.
Aus der sechsten Startreihe ging es anschließend auf die lange Renndistanz. Während Rink die erste Runde noch zügig absolvieren konnte, wurde der Rennverlauf danach zunehmend von Staus geprägt. Besonders das Steinfeld entwickelte sich für ihn zur entscheidenden Passage des Rennens.
Am Ende erreichte Rink einen starken 18. Gesamtrang und belegte damit Platz fünf bei den X-GRIP Junioren. Damit sammelte er erneut wichtige Punkte für das Championat.
Karl Rink: „Meltewitz mit der neuen Prologstrecke und dem anderen Rennmodus war für mich ein besonderes Highlight der diesjährigen Saison. Im Prolog bin ich auf Sicherheit gefahren und gut durchgekommen. Mit Platz 22 war ich ganz zufrieden. Aus der sechsten Startreihe ging es dann ins Hauptrennen. Die erste Runde kam ich noch zügig durch, danach gab es immer wieder Staus, die zunächst viel Zeit kosteten. Das Steinfeld war letzten Endes für mich rennentscheidend. Mit Platz 18 insgesamt beziehungsweise Platz fünf bei den Junioren konnte ich wieder wichtige Punkte im Championat sammeln.“
Fynn Böhme – Nach Problemen in Runde eins wieder in den Rhythmus gefunden
Für Fynn Böhme begann das Rennwochenende in Meltewitz mit einem soliden Prolog. Auf der neuen Strecke kam er ordentlich zurecht und sicherte sich mit Gesamtrang 24 eine gute Ausgangsposition für das anschließende dreistündige Hauptrennen.
Dort erwischte Böhme allerdings keinen optimalen Start. Bereits in der ersten Runde sprang ihm im Steinfeld gleich dreimal die Kette ab, wodurch er früh wertvolle Zeit und Positionen verlor. Anschließend fand er jedoch wieder in einen guten Rhythmus und konnte über weite Teile des Rennens einen guten Flow fahren. In den teilweise großen Staus gelang es ihm allerdings nicht immer, schnell genug durch das Feld zu kommen.
Nach dem langen und anstrengenden Rennen erreichte Böhme schließlich Platz 31 in der Gesamtwertung.
Fynn Böhme: „Am Wochenende ging es für mich in Meltewitz wieder an den Start. Los ging es mit dem Prolog, der ganz okay lief und den ich auf Platz 24 beendet habe. Danach folgte das dreistündige Hauptrennen. Leider hatte ich schon in der ersten Runde Pech, weil mir im Steinfeld dreimal die Kette abgesprungen ist. Danach konnte ich aber einen guten Flow fahren. In den Staus konnte ich mich leider manchmal nicht so gut durchsetzen, wodurch ich einige Plätze verloren habe. Am Ende wurde es Platz 31 insgesamt.“
Talentpool mit starkem Ergebnis vor dem Saisonfinale
Damit blickt der PEM Energy HESG Talentpool auf einen erfolgreichen vorletzten Saisonlauf zurück. Besonders das Comeback von Emil Kessler mit dem direkten Sieg bei den X-GRIP Junioren setzte ein Ausrufezeichen. Gleichzeitig bestätigte Max Eppelmann mit Platz zwei seine starke Entwicklung, während Karl Rink als Fünfter der Junioren weitere wichtige Meisterschaftspunkte sammelte. Fynn Böhme kämpfte sich trotz der technischen Probleme zu Beginn durch die lange Renndistanz.
Viel Zeit zum Ausruhen bleibt nicht: Bereits am 26. September steht beim Isegrim Enduro in Schwepnitz das große Saisonfinale der AUNER HardEnduroSeries Germany 2026 auf dem Programm. Dort bekommen die Nachwuchsfahrer des PEM Energy HESG Talentpool noch einmal die Gelegenheit, eine ereignisreiche Saison mit einem starken Ergebnis abzuschließen.
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