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RED BULL ROMANIACS: HISTORISCHER TAG FÜR MANI LETTENBICHLER, PREMIERESIEG FÜR MARIO ROMAN

Der vierte Offroad Tag der „UNSTOPPABLE“ Edition 23 bildete den krönenden Abschluss von vier Renntagen durch die Karpaten. Steigende Temperaturen hatten die Strecke bis zum Finale grundlegend verändert und sorgten für trockene, staubige Bedingungen.

Mani Lettenbichler (DEU, KTM) ging mit einem komfortablen Vorsprung von 18 Minuten und 44 Sekunden auf seinen härtesten Verfolger Teo Kabakchiev (BGR, Sherco) in den letzten Renntag. 

Nach seinem Tagessieg am Vortag war Kabakchiev hoch motiviert, den Rückstand noch aufzuholen. Doch bereits vom Start des vierten Offroad Tages an machte Lettenbichler erneut deutlich, dass er derzeit kaum zu schlagen ist. Mit einer fehlerfreien Fahrt baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus und erreichte die Sibiu Hillclimb Arena – den Austragungsort der finalen LEATT LIVEmaniacs Stage 4 – mit deutlichem Vorsprung.

Lettenbichler meisterte die technischen Hillclimbs souverän, flog über die Sprünge und überquerte die Ziellinie unter dem Red Bull Bogen, um sich einen weiteren dominanten Sieg bei den Red Bull Romaniacs zu sichern. Mit diesem Erfolg zieht Lettenbichler mit Graham Jarvis (GBR, Jarv-e) gleich. Beide stehen nun bei beeindruckenden sieben Gesamtsiegen in der Geschichte der Red Bull Romaniacs.

Ein früher technischer Defekt kostete Kabakchiev wertvolle Zeit. Dennoch kämpfte er sich unbeirrt zurück auf Rang zwei. Der Rückschlag machte zwar alle Hoffnungen auf den Gesamtsieg zunichte, doch bis ins Ziel fuhr er weiterhin am Limit und sicherte sich den zweiten Platz auf dem Podium.

Der Kampf um Rang drei nahm kurz vor dem Ziel in der Hillclimb Arena eine unerwartete Wendung. Michael Walkner (AUT), der bis dahin eine herausragende Rennwoche gezeigt hatte und souverän auf Podiumskurs lag, stürzte unmittelbar vor dem Ziel. Damit platzte der Traum vom ersten Red Bull Romaniacs Podium. Trotz des Rückschlags rettete er sich noch auf den sechsten Gesamtrang.

Während der vier Offroad Tage entwickelte sich ein spannender Kampf der kommenden Generation von Spitzenfahrern. Matt Green (ZAF), erster Hard Enduro Junior World Champion 2022, Mitch Brightmore (GBR), ehemaliger British Youth Elite Champion sowie FIM SuperEnduro Junior World Champion und Junior Hard Enduro World Champion 2023, Ashton Brightmore (GBR), Vizeweltmeister der FIM Hard Enduro World Championship 2023, Tom Scales (ZAF), ehemaliger südafrikanischer Enduro-Meister und Drittplatzierter der FIM Junior Hard Enduro World Championship 2025, sowie Lorenzo Gandola (ITA), ehemaliger Trial-Welt- und Europameister, lieferten sich packende Duelle. 

James Moore (ZAF), Junioren-Weltmeister des Jahres 2025 und Sieger der Roof of Africa, feierte sein Debüt bei den Red Bull Romaniacs und überzeugte vom ersten bis zum letzten Renntag. Mit jedem Tag gewann er mehr Selbstvertrauen und steigerte sich kontinuierlich. Moore arbeitete sich im Verlauf des Tages immer weiter nach vorne, als seine Hoffnungen kurz nach dem Service Point beinahe zerstört wurden. Plötzlich blockierte seine Gabel vollständig und löste sich erst nach einem harten Einschlag in eine Bodenwelle wieder. Dennoch ließ er sich davon nicht aufhalten und kämpfte sich mit der beschädigten Gabel ins Ziel. Selbst die drei Runden durch die anspruchsvollen Hillclimbs absolvierte er mit dem Defekt und überquerte schließlich sensationell als Dritter die Ziellinie.

Für die Gold Class war dies der härteste Renntag der Woche. Eine Schlüsselstelle folgte auf die nächste: „The Revenge“, „Too Many Switchbacks“, „Momentum“, „Bed Time Alarm“, „Skydive“, „Pandora“ und „Wolfnest“ verlangten den Fahrern alles ab. Das Finale bildete die LEATT LIVEmaniacs Stage 4 mit drei Runden durch die Sibiu Hillclimb Arena. Zusätzliche Hindernisse, entworfen von Prolog-Mastermind Andy Fazekas, darunter ein Gap Jump über den berühmten Hillclimb und mehrere FMX Rampen, sorgten für einen spektakulären Abschluss.

Lettenbichler: „Ich bin sprachlos. Es ist verrückt, wie sich meine Karriere entwickelt hat. Dieses Gefühl ist einfach unglaublich. Für jeden Sieg investiert man unheimlich viel Arbeit, aber ich hätte nie erwartet, hier bei den Red Bull Romaniacs siebenmal zu gewinnen. Die schweren Sektionen heute haben mir richtig Spaß gemacht. Ich wusste, dass Teo Zeit verloren hatte, deshalb bin ich mein eigenes Tempo gefahren und konnte den Tag wirklich genießen. Der Zieleinlauf hier ist das beste Gefühl überhaupt. Ich liebe dieses Event. Man trifft Fahrer aus der ganzen Welt, und nach einem Renntag sind wir alle gleich erschöpft. Ich bin gerade einfach überglücklich.“

Gold Class Ergebnisse:

1. Mani Lettenbichler (DEU)

2. Teo Kabakchiev (BGR)

3. James Moore (ZAF)

Mit 51 Jahren bewies der „Silent Assassin“ Graham Jarvis einmal mehr, dass er nicht nur eine Legende des Hard Enduro Sports, sondern auch ein echter Vorreiter ist. Er zeigte, dass auch er „UNSTOPPABLE“ ist und schrieb Geschichte als erster Fahrer überhaupt, der die Gold Class auf einem elektrischen Motorrad absolvierte. Während der vier Offroad Tage erreichte er das Ziel ohne fremde Hilfe beim Batteriewechsel. Zudem erzielte er am zweiten Offroad Tag die zweitschnellste Zeit der LEATT LIVEmaniacs. 

Ein beeindruckender Erfolg für ihn und sein Jarv-e Motorrad. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden in die weitere Entwicklung einfließen – mit dem Ziel, ein serienreifes Elektromotorrad zu entwickeln, das auch Hobbyfahrern einen kompletten Tag im Gelände zuverlässig ermöglicht.

In der Silver Class standen heute vor allem technische Strecken und zahlreiche Höhenmeter auf dem Programm. Sandon Kerswell (AUS) dominierte die Konkurrenz mit Tagessiegen an allen Offroad Tagen und sicherte sich souverän den Gesamtsieg. Sandra Gomez (ESP) zeigte eine beeindruckende Leistung im extremen Gelände der Karpaten und belegte nach vier kräftezehrenden Renntagen den fünften Gesamtrang der Silver Class. Gleichzeitig bleibt sie die einzige Frau, die jemals die Gold Class erfolgreich beendet hat. Santiago Freinademetz (AUT), der seit vielen Jahren hinter den Kulissen am Streckenbau und der Logistik der Red Bull Romaniacs mitarbeitet, stellte sich bei der „UNSTOPPABLE“ Edition 23 selbst der Herausforderung in der Silver Class. Der Sohn von Veranstalter Martin Freinademetz überzeugte mit einer starken Leistung und belegte Gesamtrang zehn.

Der australische WorldSBK-Pilot, ehemalige MotoGP-Fahrer und Moto2-Weltmeister von 2021, Remy Gardner, suchte eine neue Herausforderung und stellte sich ebenfalls erfolgreich der Silver Class. Er beendete sein erstes Hard Enduro Rennen auf einem beachtlichen 34. Gesamtrang.

In der Bronze Class schrieb Emanuel Gyenes (ROU) ein weiteres Kapitel seiner außergewöhnlichen Red Bull Romaniacs Geschichte. Der Rumäne, der an jeder einzelnen Ausgabe der Veranstaltung teilgenommen hat, beendete seine 23. Teilnahme mit einem hart erkämpften dritten Platz. Tjaša Fifer (SVN) überzeugte ebenfalls und sicherte sich den fünften Gesamtrang.

Auch für die Amateurklassen war die Herausforderung nicht weniger groß als für die Spitzenfahrer. Teilnehmer der Silver-, Bronze-, Iron- und Atom-Klassen wurden in den Karpaten bis an ihre körperlichen Grenzen gebracht. Sie meisterten Herausforderungen, die kaum vorstellbar sind, und bewiesen eindrucksvoll, dass die Red Bull Romaniacs für jeden Teilnehmer eine echte Herausforderung darstellen.

Auch die eMoto Class hatte erneut ihren festen Platz bei den Red Bull Romaniacs. Der rumänische TV-Moderator Dani Oțil sicherte sich einen starken dritten Gesamtrang.

Die Gesamtergebnisse sind auf der Website verfügbar.

ADVENTURE BIKE KATEGORIE

Die Adventure Bike Kategorie ist endgültig bei den Red Bull Romaniacs angekommen. Fahrer aller drei Klassen stellten sich den herausfordernden Hard Adventure Strecken – etwas, das auf mehrzylindrigen Adventure Bikes noch vor wenigen Jahren als undenkbar galt. Sowohl die Adv Ultimate als auch die Adv Core Class boten bis zum Schluss packende Duelle auf höchstem sportlichem Niveau.

Pol Tarrés (AND, Yamaha Ténéré 700) war einer der Wegbereiter für den Einsatz großer Adventure Bikes im extremen Hard Enduro Gelände. In diesem Jahr bekam er hochkarätige Konkurrenz, darunter die ehemaligen Gold Class Fahrer Mario Roman (ESP, CFMOTO 450MT) und Dieter Rudolf (AUT, KTM 890). Roman gewann die ersten beiden Offroad Tage, bevor Tarrés am dritten Offroad Tag zurückschlug. Dieter Rudolf belegte durchgehend den dritten Platz. Auch Kevin Gallas (DEU) und Jonny Walker (GBR, Triumph Tiger 900 Rally Pro) blieben in Schlagdistanz und sorgten für zusätzliche Spannung an der Spitze.

Mit lediglich fünf Minuten Vorsprung auf Tarrés ging Roman in den letzten Renntag, sodass der Kampf um den Gesamtsieg bis zum Schluss völlig offen blieb. Tarrés stürzte zweimal und brach sich bereits vor dem Service Point eine Fußraste ab. Roman blieb dagegen hochkonzentriert, machte kaum Fehler und verteidigte souverän seine Gesamtführung. Dieter Rudolf setzte Tarrés mit einer starken Schlussattacke unter Druck und verkürzte den Rückstand, konnte ihm Rang zwei in der Gesamtwertung jedoch nicht mehr streitig machen.

Mario Roman: „Ich bin unglaublich glücklich. Das ist mein erster Sieg bei den Romaniacs. Ich hatte zuvor keine Erfahrung auf einem großen Adventure Bike. Ich bin Pol sehr dankbar, dass er mich in diese Kategorie gebracht hat. Die CFMOTO war einfach unglaublich. Ich bin wahnsinnig stolz, ich liebe die Red Bull Romaniacs.“

Adv Ultimate Class Ergebnisse:

1. Mario Roman (ESP)

2. Pol Tarrés (AND)

3. Dieter Rudolf (AUT)

Kevin Gallas (DEU) belegte den vierten Platz und bezwang als erster Fahrer der Adventure-Kategorie den berühmten Hillclimb in der Finish Arena. Jonny Walker (GBR, Triumph) wurde Sechster. Beide zeigten während der gesamten Rennwoche beeindruckende Leistungen.

Nach vier anspruchsvollen Renntagen erreichten auch die Fahrer der Adventure Core und Adventure Lite Class überglücklich das Ziel. Beide Klassen boten vom ersten bis zum letzten Kilometer spannende Rennen. Selbst in der Adventure Lite Class entwickelte sich ein intensiver Wettkampf, bei dem die Fahrer ihre Maschinen und sich selbst bis ans Limit brachten.

Der zweimalige Dakar-Sieger Sam Sunderland (GBR, Triumph Tiger 900 Rally Pro) startete am letzten Renntag eine beeindruckende Aufholjagd, machte wertvolle Zeit gut und verpasste den Gesamtsieg am Ende um lediglich elf Minuten.

Sowohl Sam Sunderland in der Adv Core Class als auch Jonny Walker in der Adv Ultimate Class gingen mit den schwersten und zugleich am wenigsten modifizierten Motorrädern ihrer jeweiligen Klassen an den Start. Ihre Triumph Tiger 900 Rally Pro verlangte den beiden Fahrern enorme Ausdauer und fahrerisches Können ab, wodurch ihre Leistungen umso beeindruckender waren. Auch Ivan Cervantes (ESP) startete auf einer Triumph Tiger 900. Nachdem sowohl er als auch Walker am Offroad Tag 2 technische Probleme hatten, entschied sich Cervantes, sein eigenes Rennen aufzugeben und Walker Ersatzteile zu überlassen, damit dieser den Wettbewerb fortsetzen konnte.

Mit Amanda Elvin (SWE, P14) und Andrea Goga (ROU, P26) meisterten zudem zwei Fahrerinnen erfolgreich die Adventure Core Class und bewiesen eindrucksvoll, dass Entschlossenheit und fahrerisches Können auf großen Adventure Bikes keine Grenzen kennen.

Adventure Core Class Ergebnisse:

1. Rene Columna (DOM)

2. Sam Sunderland (GBR)

3. Chris Power (NZL)

Adventure Lite Class Ergebnisse:

1. Guishu He (CHN)

2. Adrian Raduta (ROU)

3. Matěj Oliva (CZE)

Die Adventure Bike Kategorie zeigte eine enorme Vielfalt moderner Adventure Bikes. Vertreten waren zahlreiche Motorradhersteller von CFMOTO, BMW, KTM, Triumph und Yamaha bis hin zu Kove, Honda, Suzuki, Aprilia und Ducati.

Ob sie zum ersten Mal bei den Red Bull Romaniacs an den Start gingen oder bereits Erfahrung mitbrachten, die „UNSTOPPABLE“ Edition 23 war für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Die Strecken führten weit in neue Gebiete des Jiu-Tals und erschlossen insbesondere am ersten Offroad Tag spektakuläres und bisher ungenutztes Terrain.

Das Gelände zeigte mal wieder keine Gnade: Endlose Steinfelder, hochalpine Hänge und zerklüftetes Berggelände mit versteckten Baumstümpfen und gnadenlosen Hindernissen lauerten hinter nahezu jeder Kurve. Selbst in den flüssig zu fahrenden Abschnitten verbargen sich unter dem Gras tiefe Spurrillen und loses Geröll. Jede einzelne Sektion verlangte höchste Konzentration, während die körperliche und mentale Erschöpfung von Tag zu Tag zunahm. Ein einziger Fehler konnte Positionen kosten, technische Probleme verursachen oder sogar das Rennende bedeuten – unabhängig von Klasse oder Leistungsniveau.

Die einzigartigen Zieleinfahrten in den Bergwerks-Ruinen von Petrila und Lupeni boten den Teilnehmern aus 57 Nationen ein Erlebnis, das es im Hard Enduro Rallye Sport so noch nie gegeben hatte. Diese Weltpremiere verlieh den Renntagen eine ganz besondere Note. Am dritten Offroad Tag führte das Finale über Hindernisse mitten durch die Stadt Săliște, begleitet vom begeisterten Jubel der Zuschauer. Den spektakulären Abschluss bildete schließlich die Sibiu Hillclimb Arena. Vor Tausenden von Fans entstand dort ein Finale, das im Hard Enduro Rallye Sport bis heute seinesgleichen sucht.

Martin Freinademetz: „Ich denke, diese Edition war einfach unglaublich. Wir hatten mit den Wetterbedingungen großes Glück und die Rennen waren extrem spannend. Alle Klassen haben eine großartige Leistung gezeigt und es gibt sehr viele glückliche Gesichter. Ich freue mich außerdem sehr, dass die großen Adventure Bikes jetzt ein fester Bestandteil der Romaniacs sind.

Es ist unglaublich, wie viele Menschen auf mich zugekommen sind und gesagt haben: ‚Großartige Arbeit, dein Team ist fantastisch.‘ Ich möchte aber ganz klar betonen, dass ich das nicht alleine schaffen kann. Ich brauche all die Menschen draußen auf den Strecken, die sich um das Branding, die Sponsoren und all die vielen Aufgaben hinter den Kulissen kümmern. Deshalb ein riesiges Dankeschön an mein Team.“

Eine der prägendsten Eigenschaften der Red Bull Romaniacs ist die besondere Kameradschaft, die sich durch alle Klassen zieht. Dieser Spirit geht weit über die Teilnehmer hinaus und verbindet auch die Veranstalter der Hard Enduro Szene. Beim Event war heute auch Karl Katoch, Gründer des Red Bull Erzbergrodeo, zu Gast.

Karl Katoch: „Ich denke, das ist das beste Rennen im Extreme Enduro. Großartige Arbeit, Martin, und herzlichen Glückwunsch an dich und dein Team.“

Karl selbst nahm bereits an der ersten Ausgabe der Red Bull Romaniacs teil und belegte damals den zweiten Platz in der Hobby Class. Martin Freinademetz wiederum startete sechsmal beim Erzbergrodeo und erreichte dort dreimal das Ziel.

Gemeinsam entwickelten Martin Freinademetz und Karl Katoch das Hard Enduro World Ranking, das geschaffen wurde, um weltweit Hard Enduro Veranstaltungen in einem unabhängigen Rankingsystem zusammenzuführen. Jedes Event wird entsprechend seiner Bedeutung und Größe eingestuft. Die Red Bull Romaniacs gehören dabei zur höchsten Kategorie: Supreme – in der die meisten Punkte vergeben werden.

Die Gesamtergebnisse sind auf der Website verfügbar.

LEATT LIVEmaniacs 2026 Offroad Day 4

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