RED BULL ROMANIACS: MANI LETTENBICHLER GEWINNT DEN „ROCKS AND RHYTHM“ TAG, MARIO ROMAN VERTEIDIGT SEINE FÜHRUNG IN DER ADVENTURE ULTIMATE CLASS
Am zweiten Offroad Tag der Red Bull Romaniacs erwartete die Fahrer eine technisch äußerst anspruchsvolle Strecke in einer Region, die zuletzt 2018 Teil der Rallye war. Bereits zu Beginn mussten sich die Fahrer der Gold Class durch Sektionen mit Namen wie „20 Helpers“, „Tele Moto“ und „Wheelspin Gully“ kämpfen.
Mani Lettenbichler (DEU, KTM) dominierte den Tag von Beginn an und legte ein beeindruckendes Tempo vor. Mit schnellen Zeiten an allen Checkpoints setzte er seine direkten Verfolger Teo Kabakchiev (BGR, Sherco) und Michael Walkner (AUT) ordentlich unter Druck. In dem Wissen, dass es auf jede Sekunde ankommen wird, gingen Kabakchiev und Walkner hoch motiviert ins Rennen und konnten ihren Rückstand zu Beginn des Tages zunächst verkürzen. Direkt dahinter entbrannte ein intensiver Kampf der Nachwuchsfahrer. James Moore (ZAF), die Brüder Mitch und Ashton Brightmore (GBR), Matthew Green (ZAF) sowie Thomas Scales (ZAF) lieferten sich ein packendes Duell.
Mit einem komfortablen Vorsprung erreichte Lettenbichler die zweite LEATT LIVEmaniacs.
Stage „Rocks 'n' Roll“, eine steile Bergsektion mit riesigen Felsblöcken. Ohne die Strecke zuvor besichtigen zu können, mussten die Fahrer eine Spur durch die Felsen finden und ihre Linie Runde für Runde optimieren. Lettenbichler stellte einmal mehr seine außergewöhnliche Fahrtechnik unter Beweis und war absolut im Einklang mit seinem Motorrad. Mit jeder Runde baute er seinen Vorsprung weiter aus und gewann den Tag mit einem Vorsprung von 12 Minuten und 19 Sekunden auf Kabakchiev.
Währenddessen wurde Kabakchiev in der LEATT LIVEmaniacs Sektion von Michael Walkner unter Druck gesetzt. Kurz darauf gesellten sich auch James Moore, die Brightmore-Brüder und Thomas Scales dazu. Nach einem kräftezehrenden Tag im Gelände zeigte Kabakchiev erste Ermüdungserscheinungen und musste deutlich mehr kämpfen als ihm lieb war. Am Ende konnte er den zweiten Rang vor Michael Walkner verteidigen.
Ergebnisse Gold Class:
1. Mani Lettenbichler (DEU)
2. Teo Kabakchiev (BGR)
3. Michael Walkner (AUT)
Schnellste Zeiten LEATT LIVEmaniacs:
1. Mani Lettenbichler (DEU)
2. Graham Jarvis (GBR, Jarv-e)
3. James Moore (ZAF)
Die Strecke des zweiten Offroad Tages ließ der Gold Class kaum Gelegenheit, einen Rhythmus zu finden. Versteckte Felsen im hohen Gras und unzählige Bodenwellen unterbrachen immer wieder den Fahrfluss. Hochalpine Rock Gardens, steile Auffahrten und raues Terrain verlangten den Fahrern vom Start bis ins Ziel höchste Konzentration, fahrerisches Können und körperliche Ausdauer ab.
Mani Lettenbichler:
„Es war ein schneller Tag und ich musste richtig Gas geben, um den Vorsprung auf die anderen auszubauen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig wird. Wegen des hohen Grases und der Büsche mit den darunter versteckten Felsen mussten wir sehr vorsichtig fahren. Es gab einige heftige Gold-Auffahrten, auf denen ich etwas Zeit gutmachen konnte. Außerdem ging es durch ein verrücktes altes Bergwerk – das war beeindruckend. Die LIVEmaniacs war fast wie eine Trial-Sektion. Ich hatte dort zwar einen heftigen Sturz, bin aber ansonsten gut durchgekommen, es war ein solider Tag. Ich bin froh, im Ziel zu sein und mich jetzt erholen zu können.“
Zum Abschluss des zweiten Offroad Tages wartete auf alle Teilnehmer ein ganz besonderes Finale: das historische Bergwerk Lupeni, ein über 100 Jahre altes Wahrzeichen der Region. Gewaltige, rostige Stahlkonstruktionen, verlassene Industriegebäude und die Überreste des ehemaligen Bergbaus bildeten eine eindrucksvolle Kulisse und erinnerten an die Bergbaugeschichte Rumäniens. Damit entstand einer der außergewöhnlichsten Zieleinläufe, den der Hard Enduro Sport je gesehen hat.
Die Kombination aus technischem Gelände und dieser einzigartigen Industriekulisse machte das Finale zu einem weiteren unvergesslichen Red Bull Romaniacs-Moment.
Graham Jarvis (GBR, Jarv-e) setzte mit der zweitschnellsten Zeit durch die gewaltigen Felsen der LEATT LIVEmaniacs Stage ein eindrucksvolles Zeichen. Dank seiner langjährigen Trial-Erfahrung bewegte er die Jarv-e mit höchster Präzision durch das anspruchsvolle Terrain. Dabei wurden sowohl Fahrer als auch Bike auf die ultimative Probe gestellt – eine Herausforderung, die beide mit Bravour meisterten.
Der „Silent Assassin“ ist eine absolute Hard Enduro Legende und nutzt die Romaniacs-Bühne, um sein neues eMoto-Projekt vorzustellen. Damit lenkt er die Aufmerksamkeit auf die Zukunft des Sports und zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten elektrisch angetriebene Motorräder bereits heute bieten.
Die Silver Class erlebte einen abwechslungsreichen Tag mit einer gelungenen Mischung aus schnellen, flüssigen Passagen und technischen „Weckrufen“ wie der Sektion „Dragon's Spine“. Gleichzeitig bot die Strecke spektakuläre Ausblicke auf die rumänische Berglandschaft. Nach 127 Kilometern lagen die drei Führenden weiterhin nur wenige Minuten auseinander.
Ergebnisse Silver Class:
1. Sandon Kerswell (AUS)
2. Florian Kirchmayer (AUT)
3. Lorenz Steinkellner (AUT)
Sandra Gomez erreichte das Ziel auf Rang acht,
Remy Gardner (AUS) belegte Platz 36.
Die Bronze Class absolvierte 132 Kilometer. Neben schnellen, weitläufigen Abschnitten warteten mehrere kurze, technische Hard Enduro Sektionen, darunter ein großer Felsengarten, der die Fahrer an die Grenzen brachte. Gleichzeitig boten die flüssigen Trails im Hochgebirge ausreichend Gelegenheit, die Strecke und die beeindruckende Landschaft Rumäniens zu genießen.
Tjaša Fifer (SLV) zeigte einen herausragenden Fahrtag und verbesserte sich auf Rang vier. Damit liegt sie nun vor dem erfahrenen Romaniacs-Veteranen Emanuel Gyenes (ROU).
Ergebnisse Bronze Class:
1. Benjamin Richter (DEU)
2. David Rusanescu (ROU)
3. Francisco Mateu (ESP)
Auch wenn der Tag für die Iron Class heute etwas weniger anspruchsvoll war, sorgten einige technische Sektionen im typischen Romaniacs-Stil für genügend Abwechslung auf der 120 Kilometer langen Strecke.
Die Fahrer der Atom Class absolvierten die einsteigerfreundlichste Strecke der Hard Enduro Kategorie und legten dabei 123 Kilometer auf abwechslungsreichen Bergtrails zurück. Trotz des leichteren Streckenprofils erwarteten die Teilnehmer typische Romaniacs-Elemente und einige Überraschungen. Diese sorgten für volle Konzentration und hielten die Fahrer bis zum Ziel auf Trab.
Die vollständigen Ergebnislisten aller Klassen findet ihr auf der Webseite.
ADVENTURE BIKE KATEGORIE
Alle Augen waren auf die Teilnehmer der Adventure Ultimate Class gerichtet. Der zweite Offroad Tag startete mit einer extrem fordernden Sektion durch die Felsen. Da die Spitzenfahrer nur wenige Sekunden trennten, blieb der Kampf spannend, während die Topfahrer eine anspruchsvolle Passage nach der anderen meisterten, bevor sie schließlich den Service Point erreichten. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Elite-Fahrer der Ultimate Class ihre schweren, mehrzylindrigen Adventure Bikes mit höchster Präzision durch Gelände bewegten, das man normalerweise eher mit den leichteren Hard Enduro Motorrädern verbindet.
Mario Roman (ESP, CFMoto), der anspruchsvolles Terrain bevorzugt, dominierte bislang jeden Renntag und sicherte sich einen weiteren Tagessieg. Die Abstände bleiben jedoch eng: Pol Tarrés (AND) bleibt ihm dicht auf den Fersen und gibt sich im Kampf um den Sieg noch lange nicht geschlagen. Dieter Rudolf (AUT) zeigt sich bei seinem ersten Start in der Adventure Kategorie als Naturtalent und beweist erneut, dass er mit den Besten mithalten kann. Auch am zweiten Offroad Tag sicherte er sich die drittschnellste Zeit.
Eine der besonderen Eigenschaften der Adventure Kategorie ist die große Vielfalt der eingesetzten Motorräder. Sowohl in der Ultimate als auch in der Core Class treten die großen, dreizylindrigen Triumph Tiger 900 Rally Pro gegen deutlich leichtere 450-ccm-Zweizylinder-Bikes an. Der Unterschied bei Größe, Gewicht und Handling ist im anspruchsvollen Gelände jedoch kaum sichtbar. Das unterstreicht das fahrerische Können der Teilnehmer und zeigt eindrucksvoll, dass Adventure Bikes in der Hard Enduro Rallye angekommen sind.
Adv Ultimate Ergebnisse:
1. Mario Roman (ESP)
2. Pol Tarrés (AND)
3. Dieter Rudolf (AUT)
Die Adv Core Class startete etwas moderater in den Tag und teilte sich die Strecke zunächst mit der Lite Class. Über spektakuläre alpine Trails ging es in Richtung Service Point. Kurz davor nahm der technische Anspruch deutlich zu. Die letzten 10 Kilometer wurden schließlich zu einem anspruchsvollen Finale im typischen Romaniacs-Stil. Insgesamt umfasste die Tagesetappe 110 Kilometer.
Sam Sunderland erwischte keinen guten Start in den zweiten Offroad Tag. Auf den ersten Metern nahm er die Absprungrampe zu ambitioniert und bei der Landung sprang die Kette vom Ritzel. Nach der Reparatur kämpfte er sich zurück und versuchte, die Führung wieder zu übernehmen. Doch auch Panagiotis Kouzis (GRC) hielt den Gasgriff weit offen und ließ Sunderland an diesem Tag nicht mehr vorbeiziehen.
Ergebnisse Adv Core Class:
1. Panagiotis Kouzis (GRC)
2. Sam Sunderland (GBR)
3. Rene Columna (DOM)
Die Adventure Lite Class startete mit schnellen, flüssigen Abfahrten und spektakulären Panoramablicken. Schnell zeigte die Strecke jedoch ihr wahres Gesicht. Einer der schwierigsten Loops aller vier Offroad Tage führte die Fahrer zum Service Point. Anschließend folgte eine weitere landschaftlich beeindruckende Runde. Zum Abschluss wartete eine Vollgas-Auffahrt über eine lange Skipiste bis ins Ziel.
Ergebnisse Adv Lite Class:
1. Guishu He (CHN)
2. Liviu Mircea Bereteu (ROU)
3. Wen Min Su (CHN)
Die eMoto Hobby Class stand vor einer deutlich größeren Herausforderung als am ersten Offroad Tag. Die Strecke führte über felsige Trails, steile Abfahrten, schmale Off-camber Passagen und lange, anspruchsvolle Auffahrten. Dabei waren sowohl fahrerisches Können als auch die Leistungsfähigkeit der eMotos gefragt. Die Teilnehmer meisterten die 54 Kilometer lange Strecke erfolgreich und erlebten einen anspruchsvollen, aber gelungenen Fahrtag.
Ergebnisse eMoto Hobby Class:
1. Valentin Rehrl (DEU)
2. Martin Dosch (DEU)
3. Karl Jorg Mittendorf (DEU)
Die vollständigen Ergebnislisten aller Klassen findet ihr auf der Webseite.
LEATT LIVEmaniacs 2026 Offroad Day 2
Nach einem anspruchsvollen zweiten Offroad Tag waren die Teilnehmer erleichtert, das Ziel erreicht zu haben. Nun konnten sie sich erholen und neue Kräfte sammeln, bevor am dritten Offroad Tag die nächsten Herausforderungen auf sie warteten.
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