Ausgabe #42

Ausgabe #42

Ab 27. September 2018 im Handel
Mario Roman, Mani Lettenbichler, Pascal Rauchenecker
Endurotraum Costa Brava, Enduro-Europameisterschaft
Toys for Big Boys, Schorsch Weiss, Werkbank: Bremsen
Dauereinsatz: KTM 250 & 300 EXC TPI, Freeride E-XC

News

BETA 2019 TESTTAG RADEVORMWALD

Unser Chefredakteur Busty Wolter durfte vor einigen Wochen in II Ciocco/Italien bereits ausgiebig die 2019er Beta Sportenduros im Rahmen der offiziellen Prese-Präsentation fahren. Bei einem Testtag am vergangenen Wochenende in Radevormwald ergab sich für unseren Hobbyracer Jens Karrenberg ebenfalls die Möglichkeit im bergischen Land kräftig am Gas zu drehen, um die diversen Modell über die Piste zu scheuchen. Hier nun sein Eindrücke vor Ort.

Dank der Beta Vertragshändler Offroad Shop Kölbach, Zweirad Neubold und Honda Semmler wurde  in Radevormwald ein Test Tag organisiert, an dem jeder kostenlos für jeweils 15 Minuten die Maschinen kennenlernen durfte. Gut 60 Fahrer nahmen dieses Angebot an. Anmeldung und Fahrzeugausgabe war gut geplant, so dass jeder seine Wunsch-Hubräume fahren konnte. Zur Auswahl standen bei den Zweitaktern die 50 Racing, RR 125, RR 250, RR 300 und die Xtrainer 300. Bei den Viertaktern waren die RR 350, RR 390, RR 430 bereit für eine Menge Spaß. Die Brandneue RR 200 stand zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht zur Verfügung, da die Produktion hierfür noch nicht angelaufen ist. Dieser Hubraum soll erst im Oktober im Handel kommen. Die RR480 wurde aufgrund der geringen Nachfrage nicht mitgebracht.

Die Motocross Bahn war gut vorbereitet und gewässert worden. Im unteren Teil hat man die normale Strecke etwas umgesteckt und etwas endurolastiger gemacht. Eng und langsam, aber hervorragend um die Handlichkeit zu testen. Im Laufe des Nachmittags sollte Petrus mit Gewitter und viel Wasser von oben für das Salz in der Suppe sorgen. Der  Schlamm sorgte für viel Freude bei den Fahrern und tat der guten, lockeren Stimmung keinen Abbruch.

Nun aber zu den 2019 Bikes. Die technischen Neuerungen wurden ja bereits in der August Ausgabe des Dirtbiker Magazines beschrieben. Die beiden ersten Maschinen für mich waren die 390 und die 430ccm Viertakter. Zu dieser Zeit war die Strecke noch trocken. Der kräftige Motor der RR 430 erlaubt einen sehr runden und schaltfaulen Fahrstil über den MX Teil der Runde. Ihr merkt man in den engen Kurven aber das Mehrgewicht an. Hier ist die RR 390 leichter hindurch zu bewegen. Bei Einsetzen des Regen schnappte ich mir kurz entschlossen die 50 ccm Racing. Das war sehr lustig, denn hier muss viel geschaltet werden und die Drehzahl muss weit oben gehalten werden. Es war aber erstaunlich, was mit ihr alles geht. Selbst Sprünge ließen sich flott nehmen und brachten keine Panik ins Fahrwerk. Als 16-Jähriger wäre ich damit super happy gewesen.

Dann gab es erst mal eine Regenpause, weil es für mich als Brillenträger etwas schwierig ist im Regen zu fahren. Noch während die Wassermassen in Form von Bächen die Anlage durchkreuzten, fuhr ich mit der RR 300 los. Ich war unter diesen rutschigen Bedingungen begeistert wie klasse sich der Motor mit der Gashand kontrollieren lässt, denn Leistung ist reichlich vorhanden. Bei ihr war auch das Fahrwerk deutlich strammer eingestellt als bei den Viertaktern. Das bracht viel Sicherheit in die Spurtreue. Diese Einstellung lässt sich mit Sicherheit auch bei den Viertaktern einstellen, nur ist das an so einem Tag in 15 Minuten Fahrzeit nicht möglich.

Zum Schluss fuhr ich noch die RR 350. Auf diesen Hubraum war ich am meisten gespannt, weil mein letztes Bike eine EXC 350F aus 2017 war. Durch die mittlerweile gut umgewühlte Strecke konnte ich mit dem kleinen Viertakter am leichtesten schnell fahren. Die Beta RR 350 braucht sich vor der orangenen Marke in Sachen Motor nicht verstecken. Er hat unten gut Kraft und dreht schnell und frei nach oben ohne dabei dem Fahrer die Arme lang zu ziehen.

Was mir an allen RR Modell auffiel, war eine schön leichtgängige Kupplung und, dass man sehr viel Grip hat. Egal ob Vier- oder Zweitakt, ob trocken oder im Schlamm, ich konnte flott und gleichmäßig aus den Kurven raus beschleunigen, ohne dass das Hinterrad wild ausbrach.

Einen klaren Favoriten kann man natürlich nicht so pauschal nennen. Jeder Pilot hat andere Vorlieben und Einsatzzwecke. Für mich jedoch heißt es: Für Mehrstunden-Rennen wie IGE oder GCC wäre meine Wahl die RR 350. Zum reinen Spaß, egal ob MX oder Enduro, die RR300. 

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