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SENSATION: HENRY JACOBI FÄHRT IN ARCO (ITA) AUF DAS PODIUM!

Eine fantastische Kulisse, die vielleicht besten Fans der Welt und spektakuläre Rennen bot am vergangenen Wochenende der Motocross WM-Lauf Nr. 4 dieser Saison. An einem denkwürdigen Sonntag im italienischen Arco erfüllte sich STC-Pilot Henry Jacobi (Husqvarna) aus dem Thüringer Örtchen Bad Sulza seinen großen Traum und erreichte als zweiter Deutscher nach Superstar Ken Roczen ein WM-Podium in der MX2-Klasse! Bereits in der MX2-Qualifikation am Samstag ließ der Thüringer als Sechster aufhorchen und sicherte sich damit auf der eigentlich ungeliebten Naturstrecke in der Nähe des Gardasees eine ideale Position für die Finalrennen.

Zur Einstimmung am Sonntagmorgen versetzte die berühmte italienische Opernarie „Nessun Dorma“ das Publikum, Fahrer und Teams in beste Laune für einen großartigen Renntag. Henry Jacobi ging voller Selbstvertrauen in die MX2-Finals und schilderte den Rennverlauf: „Im ersten Lauf war ich am Start direkt Zweiter, hab gemerkt, dass ich das Tempo an der Spitze gehen kann, aber Prado etwas zu schnell war. Also ließ ich Prado ziehen, in der Folge kam aber Olsen heran. Er ging vorbei, ich klemmte mich dahinter, um seine Spuren zu lesen und konnte sein Tempo gut mitgehen. So gut, dass ich dachte: warum nicht wieder vorbeifahren? Die Chance kam und ich konnte ihn wunderbar passieren. Im Ziel war ich Zweiter, ein unfassbares Ergebnis für mich und mein Team.“

Nach diesem Highlight war die Stimmung im Team STC Racing Husqvarna natürlich euphorisch. Doch der zweite Lauf sollte den Puls aller Beteiligten noch weiter in die Höhe treiben. Henry Jacobi meinte zum Rennverlauf: „Im zweiten Lauf wollte ich eigentlich ein halbwegs gutes Ergebnis ins Ziel bekommen. In der Startkurve war ich dann wieder weit vorn unter den Top 5, konnte schnell Vlaanderen passieren und lag schon wieder auf Platz 3! In den nächsten Runden musste ich zwei Fahrer passieren lassen, hatte mich auf Platz 5 gut eingeordnet. Doch kurz darauf kam von hinten der nächste Kontrahent an mein Hinterrad, wir sprangen zusammen zum Triple hoch. Ich war außen, er innen und die beiden Linien führten zusammen. Das Ergebnis war ein heftiger Crash, wir haben beide nicht damit gerechnet. Ein klassisches Missverständnis. Ich verlor ein paar Plätze und war so voll mit Adrenalin, dass ich nur dachte, gib Gas bis zur Ziellinie. Ich habe niemals an das Podium gedacht, ich wollte nur die Punkte mitnehmen. Als man mich im Ziel zur Siegehrung winkte, hatte ich es immer noch nicht begriffen. Von einem WM-Podium habe ich immer geträumt. Ich danke allen, die an mich geglaubt haben.“

Als Dritter der Tageswertung in der MX2-Kategorie schob sich Henry Jacobi nach dem vierten GP der Saison 2018 auf Rang 13 im Gesamtklassement. Der nächste GP findet bereits am kommenden Wochenende in Agueda (POR) statt. Mit Justin Trache und Laurenz Falke (beide EMX 125) gingen zwei weitere Piloten an Wochenende in Arco für unser Team an den Start. Die beiden deutschen Teenager mussten erwartungsgemäß der sehr schweren Strecke in den Bergen von Trentino ihren Tribut zollen. Das Duo verpasste die Finalrennen der 125er Europameisterschaft, nahm jedoch viele wichtige Erfahrungen mit auf den langen Heimweg.

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