AUF EINER ANSPRUCHSVOLLEN MARATHON-ETAPPE BAUT PRESTON CAMPBELL SEINE FÜHRUNG IN DER RALLY2-WERTUNG AUS
Als Preston Campbell nach der 4. Etappe der Rallye Dakar im Marathon-Biwak ankommend die vorläufige Gesamtführung in der Rally2-Kategorie innehatte, startete er nach einer Nacht im Zelt, gut ausgeruht und bereit, seine Position an der Spitze zu festigen, in die fünfte Etappe.
Die 371km lange Sonderprüfung führte die Fahrer direkt in den Sand und im Laufe des Tages kamen weitere Herausforderungen hinzu. Ausgetrocknete Flussbetten, Kamelgras und anspruchsvolle Navigation in Kombination mit steinigem Terrain verlangten Fahrern und Maschinen gleichermaßen viel ab.
Von Reifenproblemen verschont, fuhr Campbell konzentriert nach Hail. Obwohl er gut fünf Minuten hinter Etappensieger Neels Theric ins Ziel kam, sicherte ihm ein weiterer solider dritter Platz, seine Führung in der Rally2-Wertung zu verteidigen und seinen Vorsprung auf 20 Minuten auszubauen. Der Abstand ist zwar gut, doch dem Dakar-Neuling ist klar, dass Konstanz und die Vermeidung grober Fehler oberste Priorität haben.
Nach technischen Problemen auf der sehr steinigen Etappe des Vortages verbrachte Martim Ventura eine lange Nacht im Marathon-Camp, um seine Honda CRF450RX RALLY zu reparieren. Da ihm nur wenige Alternativen zur Verfügung standen, konzentrierte sich der portugiesische Fahrer darauf, Hail zu erreichen, damit das Motorrad dem Monster Energy Honda HRC Team zur vollständigen Reparatur übergeben werden konnte.
Mit einer entschlossenen Fahrt auf Platz sechs verbesserte sich Ventura auf den achten Gesamtrang. Obwohl er nun eine Stunde und 38 Minuten hinter seinem Teamkollegen liegt, sammelt er bei seiner ersten Dakar weiterhin wertvolle Erfahrungen und Etappensiege sind nach wie vor ein klares Ziel.
Die sechste Etappe ist die letzte Prüfung vor dem Ruhetag und gleichzeitig die längste der Rallye. Die Fahrer müssen insgesamt 920 km zurücklegen, darunter eine anspruchsvolle Dünenpassage durch die Region Qassim nach Riad, wo sie nach einer intensiven Auftaktwoche endlich eine wohlverdiente Pause genießen können.
Preston Campbell: „Ich werde meine Strategie nicht ändern, sondern einfach Tag für Tag angehen. Es sind noch acht Etappen übrig, also mache ich weiter wie bisher, es scheint ja zu funktionieren. Ich werde also die Tage abhaken und versuchen, mich so gut wie möglich zu orientieren und durchzuhalten. Der Marathon war toll, ich hatte eine schöne Zeit beim Campen, der Sternenhimmel war super, das Wetter schön und ich habe viel Zeit mit meinen Freunden verbracht.“
Martim Ventura: „Heute hatte ich ein Problem mit dem Bike. Es war schwierig, einem kleinen Stein auszuweichen, der dabei ein Teil beschädigte. Ich glaube, alles hat seinen Sinn. Leider bin ich heute aus dem Rennen ausgeschieden und habe versucht, mich von hinten wieder aufzurappeln, obwohl ich wegen des Problems etwas langsamer fahren musste. Da es gestern die Marathonetappe war, hatten wir keine Unterstützung. Ich musste es heute etwas ruhiger angehen lassen und habe deshalb versucht, Neues zu lernen, neue Navigationstricks auszuprobieren und mir die Notizen genauer anzusehen. Ich versuche, nach dieser anstrengenden Marathonetappe das Positive aus dem heutigen Tag mitzunehmen.“
Ruben Faria: „Martim hatte gestern einige Probleme, daher war das Team erleichtert, dass er es nicht nur ins Marathonlager schaffte, sondern auch sicher ins Biwak in Hail zurückkehrte. Heute fuhr er eine sehr gute Etappe, hielt ein hohes Tempo und hatte keine größeren Probleme mit seinem Motorrad, was ihm den sechsten Platz einbrachte. Preston lieferte eine weitere hervorragende Leistung ab und sicherte sich erneut den dritten Platz. Seine Konstanz zahlt sich aus und er führt weiterhin die Gesamtwertung der Rally2 an. Wenn er diesen Schwung beibehält, könnte er die Hälfte des Rennens als Führender erreichen, was ein fantastischer Erfolg für ihn und das Team wäre.“
Hier geht’s zum Video: Monster Energy Honda HRC - Dakar 2026 Stage 5
Rally2 Vorläufiger Gesamtstand nach Etappe 5
1. CAMPBELL Preston, 85, USA, Honda HRC
2. DABROWSKI Konrad, 26, POL, Duust Rally Team
3. MULEC Toni, 16 , SLO, BAS World KTM Racing Team
4. ERDENEBILEG Khaliunbold, 57, MNG, BAS World KTM Racing Team
5. JUCIUS Nerimantas, 28, LTU, HT Rally Raid
6. BARBOSA Ruy, 41, CHI, HT Rally Raid
7. SANTOS Bruno, 35, POR, BS FRUTAS PATRICIA PILAR
8. VENTURA Martim, 84, POR, Honda HRC
9. LLEDÓ Arnau, SPA, Pedrega-Team
10. MONTANARI Tommaso, 32, ITA, Solarys Racing
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