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MONSTER ENERGY AMA SUPERCROSS CHAMPIONSHIP: HUNTER LAWRENCE GEWINNT DEN 7. LAUF, PIERCE BROWN ERÖFFNET DIE EASTERN DIVISIONAL 250SMX-KLASSE MIT EINEM SIEG IN ARLINGTON

Der siebte Lauf der Monster Energy SMX Weltmeisterschaft 2026 fand im Großraum Dallas, im AT&T Stadium zur Military Appreciation Nigh stattt. Ein packender Rennabend brachte zwei Debütsieger hervor: Der Führende der 450SMX-Klasse, Hunter Lawrence, sicherte mit einer beeindruckenden Leistung den Sieg für Honda HRC Progressive. Der Australier ließ seine Meisterschaftsrivalen hinter sich und verteidigte das Red Plate.

Das Hauptrennen der 450SMX-Klasse begann mit Cooper Webb auf seiner Monster Energy Yamaha Star Racing und Ken Roczen auf seiner Progressive Insurance Cycle Gear Suzuki Seite an Seite nach der ersten Kurve. Webb konnte sich den Holeshot sichern, musste die Führung aber im Positionskampf der ersten Runde wieder an den Deutschen abgeben. Lawrence reihte sich dahinter auf Platz drei ein, während Eli Tomac vom Red Bull KTM Factory Racing Team von Platz elf außerhalb der Top Ten startete. Roczen konnte Webb hinter sich halten und übernahm die Führung. Bald ordnete sich das Führungstrio ein, während Tomac innerhalb der ersten Runden eine unglaubliche Aufholjagd auf Platz vier startete und damit die Bühne für einen spannenden Kampf um den Sieg bereitete. Als Webb Roczen verfolgte, unterlief ihm ein kleiner Fehler, den Lawrence nutzen konnte, um auf Platz drei zu gelangen. Kurz darauf setzte Lawrence Roczen unter Druck und kämpfte mit noch etwa 13 Minuten auf der Uhr um die Führung. Dadurch rückten die ersten Vier bis auf zwei Sekunden aneinander heran. Roczen widerstand dem Angriff und die ersten Vier ordneten sich zur Mitte des Rennens wieder ein.

Als das Rennen sich den letzten sechs Minuten näherte, nahm die Action noch einmal Fahrt auf. Lawrence startete einen weiteren Angriff und schloss in der Whoops-Section neben Roczen auf, wurde aber von einem langsameren Fahrer gestoppt. Lawrence gab nicht auf und überholte ihn kurz darauf. Webb zog dann an Roczen vorbei und sicherte sich den zweiten Platz, nur um von Tomac überholt zu werden, der sowohl an Roczen als auch an Webb vorbeizog und von Platz vier auf zwei vorrückte. Dabei wurde Webb von der Strecke abgedrängt, wodurch Roczen den dritten Platz zurückerobern konnte. Webb konterte jedoch mit einem weiteren Überholmanöver und sicherte sich wieder einen Podiumsplatz.

Lawrence erarbeitete sich mit seinem Überholmanöver gegen Roczen einen komfortablen Vorsprung und musste sich zwei Minuten vor Schluss einem kurzen Angriff von Tomac stellen. Lawrence konterte und fuhr einen lang ersehnten Sieg mit 2,8 Sekunden Vorsprung vor Tomac ein. Webb wurde Dritter, Roczen Vierter. 

Hunter Lawrence, 1. Platz, 450SMX-Klasse: „Das ist super, aber wir haben noch viele Rennen vor uns. Ich bin froh, diesen kleinen Haken gesetzt zu haben. Ein riesiges Dankeschön an mein Team und alle, die mich unterstützen. Wir sind eine fantastische Truppe und das ist wirklich das Wertvollste. Man braucht ein ganzes Dorf, um Berge zu versetzen.“

Eli Tomac, 2. Platz, 450SMX-Klasse: „Die erste Runde hat mir das Rennen gerettet. Ich war froh, ein paar Überholmanöver starten zu können und hatte das Glück, Lücken zu finden, durch die ich zwei oder drei Fahrer gleichzeitig überholen konnte. Irgendwie konnte ich in Runde 2 oder 3 die Spitze des Feldes sehen und wusste, dass ich gut dabei war. Was für eine schwierige Strecke heute Abend! Ich habe bis zum Schluss so gut wie möglich gekämpft. Platz zwei war heute Abend alles, was wir erreichen konnten.“

Cooper Webb, 3. Platz, 450SMX-Klasse: „Es war definitiv ein spaßiges Rennen, aber ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Ich bin ziemlich gut gefahren und hätte aber Roczen gegenüber aggressiver sein und ihn vielleicht früher überholen sollen. Es war ein Wahnsinnsrennen, wir vier waren so dicht beieinander. Ich habe versucht, für den zweiten Platz zu überholen, aber Eli hat mich erwischt und von der Strecke gedrängt, dann kam Kenny wieder vorbei. Ich habe den Windschatten der Führenden etwas verloren. Ich ärgere mich über mich selbst. Ich habe ein paar Lücken gesehen, die ich hätte nutzen sollen, aber ich habe es nicht getan. Ich war heute Abend zu geduldig. Alles in allem nehmen wir die Puinkte aber gerne mit.“

Das mit Spannung erwartete Auftaktrennen der Eastern Divisional 250SX Class Championship war ebenso aufregend. Dem amtierenden 250SMX-Weltmeister Jo Shimoda folgten Pierce Brown (Monster Energy Yamaha Star Racing) und Daxton Bennick (Rockstar Energy Husqvarna) gefolgt. Titelfavorit Cole Davies (Monster Energy Yamaha Star Racing) startete nach einem Sturz in der ersten Kurve, bei dem er mehrere Konkurrenten mitriss, erst aus den Top 20.

Shimoda sprintete mit über drei Sekunden Vorsprung davon und baute diesen in der Anfangsphase des Rennens aus, bis eine unerwartete Situation den Rennverlauf veränderte. Rote Warnleuchten wurden eingeschaltet, als Shimoda sich der Ziellinie näherte. Er durfte daher kein Hindernis überspringen. Während er zur nächsten Runde rollte, absolvierten Brown und Bennick die Hindernisse im normalen Renntempo, ohne dass Warnleuchten aufleuchteten. Dadurch konnte Brown nicht nur den Rückstand aufholen, sondern auch die Führung übernehmen. Shimoda nahm als Zweiter wieder das volle Tempo auf und kämpfte sich zurück, konnte Brown aber nicht überholen, während Bennick von Platz drei aus die Verfolgung aufnahm. Shimodas Jagd auf Brown und die Führung setzte sich während des gesamten restlichen Rennens fort. Obwohl der Honda-Fahrer zeitweise schneller zu sein schien, gelang ihm kein Überholversuch. Knapp eine Minute vor Schluss setzte Shimoda zu einem letzten Angriff an und nutzte die Innenlinie, um an Brown vorbeizuziehen, konnte den Schwung aber nicht halten. Brown fuhr so zum Sieg.

Brown überquerte die Ziellinie mit 2,4 Sekunden Vorsprung vor Shimoda, Bennick folgte direkt dahinter auf Platz drei. Seth Hammaker vom Monster Energy Pro Circuit Kawasaki Team, der in einen Unfall in der ersten Kurve mit Davies verwickelt war, belegte den vierten Platz, während Davies mit einer beeindruckenden Aufholjagd und einem fünften Platz glänzte. Für Brown bedeutete das, seinen ersten Supercross-Sieg nach 33 Starts.

Browns Sieg hat ihn an die Spitze der Tabelle der Eastern Division gebracht, mit drei Punkten Vorsprung vor Shimoda und fünf Punkten vor Bennick. Es ist das erste Mal, dass Brown das Red Plate trägt.

Pierce Brown, 1. Platz, Eastern Divisional 250SMX Klasse: „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es gab so viele Nächte, da dachte ich, das wäre unmöglich. Ein ganzes Jahr auszusetzen, vor allem mit der Verletzung, die ich hatte. Es ist beängstigend, so etwas wieder auf die Beine zu stellen und ich hatte viele Zweifel. Ich bin einfach nur dankbar, dass ich nie aufgegeben habe. Jeden Tag in der Offseason haben wir unser Bestes gegeben. Wow. Das ist … unglaublich.“

Jo Shimoda, 2. Platz, Eastern Divisional 250SMX Klasse: „Ich sah die rote Warnleuchte aufleuchten und die darf man nicht ignorieren. Ich weiß also nicht, was passiert ist. Wir werden das überprüfen. Insgesamt war es ein gutes Ergebnis für mich. Ehrlich gesagt fühlte ich mich den ganzen Tag etwas eingerostet, aber im Rennen hat mich das Adrenalin richtig motiviert. Ein guter Start.“

Daxton Bennick, 3. Platz, Eastern Divisional 250SMX Klasse: „Ich habe einen ziemlich schlechten Tag noch in einen guten verwandelt. Ich dachte, wenn ich unter die ersten Fünf im Hauptrennen komme, wäre das schon gut für mich. Ich hatte den ganzen Tag zu kämpfen, aber ich freue mich riesig über den Podiumsplatz. Ich habe in diesem Rennen alles gegeben. Wir werden diese Woche weiter hart trainieren und nächstes Wochenende voll angreifen.“

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